Thema:

Der Kränichwächter warten auf die Kräniche: Notizen über einen Wildtierschüzter Tenzin der Gemeinde Chundui des Kreises Lünzhub

Datum: 28.07.2020, 08:47 Quelle: China Tibet Online

Der Kreis Lünzhub der Stadt Lhasa wird als „Getreidespeicher Tibets“ bezeichnet und befindet sich im Tal des Mittellaufs des Yarlung Zangbo-Flusses und ist der Überwinterungsort für die Schwarzhalskraniche der staatlichen Schutzstufe 1. Von November bis April jedes Jahres wandern die Gruppen von Schwarzhalskranichen hierher zur Überwinterung.

Der Reporter erfuhr, dass das nationale Naturschutzgebiet des Kreises Lünzhub 1993 gegründet wurde und 2003 zum nationalen Naturschutzgebiet wurde. Seit Mitte Oktober jedes Jahres fliegen viele Schwarzhalskraniche aus der Steppe Nordtibets hierher zur Überwinterung zurück.

Der siebenundfünfzigjährige Tenzin ist ein Wildtierschüzter der Gemeinde Chundui des Kreises Lünzhub der Stadt Lhasa. Er und seine Familie leben im Dorf Kadong, das nicht weit vom Stausee Hutoushans entfernt und zum Naturschutzgebiet der Schwarzhalskraniche gehört.

Tenzin liebt diesen Job. Er sagte: „Schwarzhalskraniche sind wie meine Familie. Ich liebe sie, deshalb möchte ich sie beschützen und sie hier den Winter in Ruhe und Komfort verbringen lassen.“

Die Hauptaufgabe als Wildtierschüzter Tenzins ist es, diese besonderen „Gäste“ zu „empfangen“. Er sagte: „Meine Aufgabe sind Patrouillie und Schutz, Fütterung sowie Rettung.“ Ich überprüfe hauptsächlich, ob der Lebensraum der Schwarzhalskraniche abnormal ist und es andere natürliche Feinde wie streunende Hunde gibt, die den Schwarzhalskranich angreifen und ob der Schwarzhalskranich verletzt oder krank ist.“ Tenzin hat mit den Schwarzhalskranichen jahrelang viel zu tun, sodass er einen genauen Einblick in den Schwarzhalskranich hatte.

Während der Karriere Tenzings als Wildtierschüzter hat er 4 schwer verletzte Schwarzhalskraniche gerettet. Ein Schwarzhalskranich mit der längsten Erholungszeit blieb mehr als 8 Monate bei ihm zu Hause. Immer wenn er auf die verletzten Schwarzhalskraniche stieß, brachte er sie so schnell wie möglich mit nach Hause und pflegte sie sorgfältig im besten Raum seines Hauses.

Tenzins Frau Tsezhen stammt aus der Gemeinde Sumba. Obwohl sie keine Wildtierschüzterin ist, unterstützt sie auch die Arbeit ihres Mannes mit aller Kraft. Wenn die Schwarzhalskraniche im Winter zur Überwinterung hierher flogen, half sie Tenzin unter dem Einfluss ihres Mannes manchmal, die Hochlandsgerste zu verbreiten.

Statistiken zeigen, dass die Zahl der Schwarzhalskraniche in Tibet etwa 8000 beträgt, was mehr als 80% der globalen Zahl entspricht und allmählich zunimmt. Im Nationalen Naturschutzgebiet des Kreises Lünzhub gibt es während der Wintersaison neben Schwarzhalskranichen auch Herden von Rostgänsen, Gelbenten und Streifengänsen.

Von Mitte März bis April jedes Jahres fliegen die meisten Schwarzhalskraniche nach Nordtibet zur Fortpflanzung zurück. Im Herbst und Winter fliegen einige Schwarzhalskraniche ins Phanpo- Flusstal und in den Kreis Lünzhub zurück.

Selbst wenn es Sommer ist, kümmert sich Tenzin um die wenigen Schwarzhalskraniche, die hier noch bleiben. Er will ihr treuer Beschützer sein. Gleichzeitig hofft er auch, dass seine „Schwarzhalskranichsgruppe“ sicher aus dem Norden zurückkehren kann.

Quelle: Tageszeitung von Tibet

MeistgelesenMehr>>

Geschichte TibetsMehr>>

W020200530666396956916.jpg W020200722402209107431.jpg W020200714371726660605.jpg W020200713327617952741.jpg
12345