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Umzug von der Großstadt in ein Bergdorf

Datum: 05.08.2020, 10:48 Quelle: China Tibet Online

Mit nebligem Regen und dichten Bäumen zeigt die Lebu-Kluft im Kreis Cona der Stadt Lhoka im Autonomen Gebiet Tibet eine paradiesische Landschaft. Allerdings sind die Bergstraßen holprig. Wenn man von der Kreisstadt zur Gemeinde Gomri fährt, fällt die Höhenlage nach dem Eintritt in die Lebu-Kluft um fast 1000 Meter ab. Man muss mehr als ein Dutzend Kurven fahren, wie auf einer Achterbahn. Diese holprige Straße ist für uns, die Asphalt-Straßen gewöhnt sind, eine aufregende und neuartige Erfahrung. Aber für Dawa Butri, die 2008 zum ersten Mal hierherkam, war es nur traurig.

„Damals habe ich nicht so viel darüber nachgedacht.“ Dawa Butri erzählt, dass sie im Jahr 2008 in Lhasa einen Laden hatte und ihren jetzigen Ehemann kennenlernte. Die beiden wurden schnell ein Paar und beschlossen zu heiraten. Aber als Dawa Butri ihrem Ehemann nach Hause folgte, konnte das junge Mädchen, das in der Innenstadt von Shigatse geboren wurde, angesichts der holprigen Straßen nicht anders, als in ihrem Herzen zu zittern. In seinem Haus lebten die Yaks unten und es gab im ersten Stockwerk nur ein Zimmer. Man aß, wohnte und kochte dort zusammen. Das Leben war im Vergleich zu dem in ihrer Heimat viel schlechter.

Glücklicherweise war ihr Verhältnis trotz der schlechten Bedingungen der Familie immer sehr gut. Mit Hilfe verschiedener politischer Maßnahmen und ihrer harten Arbeit führten sie ein glückliches Leben und bekamen zwei Kinder.

Die größte Veränderung fand 2019 statt. Dank der Politik „Investitionen der Regierung + Selbstfinanzierung der Bürger“ zog die Familie Dawa Butri in ein neues, geräumiges Traumhaus. Gleichzeitig hat die Landschaft der Lebu-Kluft in den vergangenen Jahren auch immer mehr Touristen angezogen. Die Dorfeinwohner haben Familienhotels eröffnet und sind in den Tourismus eingestiegen. Die Familie Dawa Butri bildet da keine Ausnahme. Jedes Mal, wenn die touristische Hochsaison kommt, sind die Zimmer und Sofabetten der Familie oft voll. Das Leben hat sich drastisch verändert.

(Redakteur: Daniel Yang)

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