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Ngari: Viehhirten ziehen in die Stadt um

Datum: 12.08.2020, 09:21 Quelle: China Tibet Online

Der 55-jährige Sonam Yexei war es früher gewohnt umzuziehen. Das Dorf Moincêr in der Gemeinde Moincêr im Kreis Gar im Regierungsbezirk Ngari des Autonomen Gebiets Tibet, in dem er aufwuchs, ist ein typisches Hirtendorf. Er trieb Yaks und Schafe aus und verbrachte die Zeit während der jährlichen drei Umzüge zwischen den Sommerweiden, Herbstweiden und Winterweiden.

Ende 2017 zog Sonam Yexeis Familie in ein neues Zuhause in der Siedlung Kangle Xinju zur Armutsbekämpfung im Kreis Gar und braucht seitdem nicht mehr dreimal im Jahr umzuziehen.

Nach fast einem halben Jahr der Vorbereitung und des Verkaufs der 30 Yaks und 60 Schafe der Familie zog Sonam Yexeis Familie rechtzeitig vor Beginn des Jahres 2018 in ihr neues Zuhause ein. Das 150 Quadratmeter große, zweistöckige Gebäude im tibetischen Stil verfügt im Erdgeschoss über fünf Räume, die unter anderem in Küche, Wohnzimmer und Bad eingeteilt sind, und im Obergeschoss über fünf Schlafzimmer, die über den Korridor zu erreichen sind.

Heutzutage brauchen sie sich nicht mehr um Wasser, Strom, Toilette und Heizung zu sorgen. Früher mussten sie vor dem Haus auf die Toilette gehen, Wasser für die Zubereitung von Buttertee schleppen und mit Kuhdung heizen. Die Solarenergie konnte nicht einmal die Elektrizität zum Aufladen ihrer Handys decken... Die Erfahrungen aus dem vergangenen Leben sind in ihren Köpfen gespeichert, aber sind heute Erinnerungen.

(Redakteur: Daniel Yang)

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