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Samdrup: Weihrauchhersteller hilft bei Armutsüberwindung im Dorf Jiemai

Datum: 21.08.2020, 09:16 Quelle: China Tibet Online

Alle Einwohner des Dorfes Jiemai in der Gemeinde Puqu des Bezirks Bayi der Stadt Nyingchi halten den Daumen hoch, wenn man Samdrup erwähnt.

Samdrup stammt aus dem Kreis Rinbung der tibetischen Stadt Shigatse. Er kam 2005 zum Arbeiten nach Nyingchi und heiratete Tseringje, eine Einwohnerin des Dorfes Jiemai in der Gemeinde Puqu des Bezirks Bayi. Doch bald darauf erkrankte seine Frau Tseringje an einer schweren Herzkrankheit, einem Nierenleiden und Diabetes, weswegen die Familie verarmte. Samdrup dachte daran, die Lebensbedingungen seiner Familie durch die Fähigkeiten zur Herstellung von tibetischem Weihrauch, die er in der Grundschule gelernt hatte, zu verbessern. Von 2010 bis 2015 stellte Samdrup in seiner eigenen Familienwerkstatt tibetischen Weihrauch für den Einzelhandel her, doch das Jahreseinkommen betrug nur etwas mehr als 1000 Yuan. 2016 gründete er mit Unterstützung der Regierung im Dorf Jiemai eine Verarbeitungsfabrik für tibetischen Weihrauch namens Weitong Limin. Das Nettoeinkommen erreichte in jenem Jahr mehr als 50.000 Yuan, sodass die Familie die Armut überwand. 2019 hat die Fabrik des tibetischen Weihrauchs mehr als 200.000 Yuan verdient, und das Nettoeinkommen belief sich auf 100.000 Yuan. Nachdem die Fabrik auf dem richtigen Weg war, unterzeichnete Samdrup mit sechs registrierten armen Haushalten des Dorfes Jiemai jeweils einen Gewinnbeteiligungsvertrag, dem zufolge sie jedes Jahr eine Gewinnbeteiligung in Höhe von nicht weniger als sechs Prozent der Gesamtinvestition des Projekts bekommen. Außerdem hat Samdrup den Personen aus den armen Haushalten Arbeitsplätze in der Fabrik des tibetischen Weihrauchs angeboten.

Die Familie von Wanggyai, die wegen Krankheit verarmte, zählt zu den Haushalten, denen Samdrup seit Jahren hilft. Wanggyai kann aus gesundheitlichen Gründen seit 2017 keine schwere körperliche Arbeit mehr verrichten. Samdrup finanziert ihnen 3100 Yuan pro Jahr. Wanggyai nahm dieses Geld als Einkaufsgeld und richtete im Dorf einen Kiosk ein. Außerdem verdient Wanggyai als Förster jedes Jahr 3500 Yuan und seine Frau als Putzfrau auch 3500 Yuan. Mit ihren Löhnen durch die Teilzeitarbeit in der Fabrik des tibetischen Weihrauchs beträgt das Jahreseinkommen von Wanggyais Familie ebenfalls mehr als 10.000 Yuan. 2019 konnten Wanggyai und andere fünf registrierte arme Familien auch die Armut überwinden.

Quelle: chinatibetnews.com

(Redakteur: Daniel Yang)

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