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Förster Ngawang gibt sein Bestes zum Umweltschutz

Datum: 28.08.2020, 09:32 Quelle: China Tibet Online

Als der Reporter im Zuhause des Försters Ngawang in der Gemeinde Rongma im Kreis Xaitongmoin ankam, hatte der alte Tibeter sich gerade seine Patrouillen-Armbinde angezogen, um auf seinen Rundgang zu gehen.

Seit 2004 ist Ngawang freiwillig als Förster der Gemeinde Rongma im Kreis Xaitongmoin tätig und verantwortlich für das Waldschutzgebiet auf beiden Seiten der Straße vom Dorf Longxia bis zum Dorf Xiong in der Gemeinde Rongma, ein Gebiet von mehr als 5000 Quadratmetern. Trotz der niedrigen Löhne, der langweiligen Arbeit und des großen Drucks durch die Arbeit des Waldschutzes arbeitet der alte Mann seit 16 Jahren als freiwilliger Förster.

Um die Waldschutzarbeit besser zu organisieren, teilte Ngawang das Schutzgebiet zwischen den Dörfern Longxia und Xiong in zwei Regionen. Von 9 bis 11 Uhr macht er in der ersten Region und von 12 bis 15 Uhr in der zweiten Region eine Runde. Von 16 bis 20 Uhr macht er eine Inspektion im ganzen Gebiet. Währenddessen macht er jeweils vor Ort eine Stunde lang Pause. Auch während des Frühlingsfestes, des tibetischen Neujahrsfestes und der anderen wichtigen Feste hat er nie eine Inspektion verschoben.

Wenn er auf illegale Aktivitäten wie wahllosen Holzeinschlag und mutwillige Zerstörung von Wäldern stößt, stoppt Ngawang diese immer rechtzeitig. „Einmal, als ich auf Patrouille war, sah ich einige Leute, die im Waldschutzgebiet weideten. Ich ging sofort zu ihnen, um sie aufzuhalten. Aber sie hörten nicht auf meinen Rat, sondern bedrohten mich. Dennoch machte ich keinen Rückzieher. Nachdem ich vergeblich versucht hatte, sie zu überzeugen, war ich bereit, die Angelegenheit der Gemeindeverwaltung zu melden. Als sie erkannten, dass sie den Kürzeren ziehen würden, trieben sie die Yaks und Schafe fort“, erinnerte sich Ngawang an die damalige Situation.

Während er seine Waldschutzarbeit verrichtet, nimmt sich Ngawang jeden Tag eine halbe Stunde Zeit, um zu lernen. Dazu gehören vor allem die tibetische Version der „Pflichten eines Försters“, Zeitungen und Zeitschriften. Er geht auch oft in die Bibliothek für Bauern des Dorfkomitees und leiht Bücher über Waldbepflanzung und Umweltschutz aus, um sein Wissen zu erweitern. Er wirkt auch als Verbreiter für den Schutz der ökologischen Umwelt, indem er die Bauern und Viehhirten um ihn herum über die Waldschutzarbeit aufklärt, die Bedeutung der ökologischen Begrünung erklärt, die entsprechende Politik der übergeordneten Behörden und die verbotenen Handlungen im Waldschutz vermittelt.

(Redakteur: Daniel Yang)

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