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Durch Chilis erzeugt man ein glückliches Leben

Datum: 10.10.2020, 11:10 Quelle: China Tibet Online

Im Hochsommer ist der Reporter zum Interview in der Gruppe Nuo des Dorfes Gun in der Großgemeinde Dongga des Kreises Nang der Stadt Nyingchi in Tibet angekommen. Dort haben wir Kelzang Chodron, die gerade in den Ferien war, angetroffen.

Kelzang Chodron ist dieses Jahr 20 Jahre alt geworden und Studentin des ersten Studienjahres. Sie studiert an einer Hochschule in Lianyungang der Provinz Jiangsu. Nachdem ihre ältere Schwester geheiratet hat, lebt sie als einziges Kind mit ihren Eltern. In den letzten Jahren ermangelte die Familie Arbeitskräfte. Ihre Einkommensquelle stammte in erster Linie vom Jobben ihres betagten Vaters und staatlichen Zuschüssen. 2016 wurde ihre Familie als Haushalt mit Bedürftigkeitsakten eingestuft. 2018 wurde ihre Familie von der Armutsliste gestrichen.

Im Kreis Nang werden Chilis angebaut und die Anpflanzung hat eine Geschichte von mehr als 100 Jahren. Wegen der einzigartigen geografischen, klimatischen Besonderheiten von hier ist der Anthocyan-Gehalt der hiesigen Chilis weitaus höher als der anderer Chiliarten. Das Komitee der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und die Regierung des Kreises Nang betreut die Bevölkerung beim groß angelegten Anbau von Chilis seit einigen Jahren, damit die Bevölkerung die Heimat nicht verlassen muss, aber trotzdem schon gleich vor der Haustür ihre Einkommen steigern kann.

In den Erinnerungen von Kelzang Chodron hat ihre Familie früher auch Chilis angebaut und einen Teil durch eine angemessene Vergrößerung der Anbaufläche verkauft. Da die Anbaufläche nicht groß genug war, konnten sie dadurch nicht viel Geld verdienen.

Kelzang Chodron sagte: „Durch den Chiliverkauf haben wir im letzten Jahr insgesamt nur etwas mehr als 10.000 Yuan (1251 Euro) verdient. Da die Dorfgemeinschaft dieses Jahr ganzheitlich den Anbau sowie den Vertrieb der Chilis plant und das nachfolgende Management gut durchgeführt wird, kann der Ertrag von jedem Mu (rund 0,07 Hektar) etwa 2000 Kilo erreichen. Vom Februar dieses Jahres bis jetzt haben wir alleine mit Gewächshäusern über 20.000 Yuan (2502 Euro) Bargeld erwirtschaftet.“

Um höhere Verkaufspreise zu erzielen, ermutigt die dortige Regierung seit dem letzten Jahr die Bauern, mit Dung Chilis anzubauen und aktiv ein Öko-Zertifikat zu beantragen. Da die Anforderungen ziemlich hoch sind und die Dauer lang ist, zahlt die Regierung manche Geldmittel Chilianbauern aus. Aus Sicht von Kelzang Chodron bringen die kleinen Chilis die Dorfbewohner zu Wohlstand.

Es heißt, die Gruppe Nuo hat 35 Haushalte samt 131 Personen, darunter 79 Arbeitskräfte. Derzeit gibt es 120 Chili-Gewächshäuser mit einer Fläche von nahezu 200 Mu (ca. 13,3 Hektar). Sie bilden das erste Chili-Anbaugelände des Kreiseses Nang. Vom Februar dieses Jahres bis heute beläuft sich der Umsatz vom Vertrieb der Chilis, die nicht in ihrer gewöhnlichen Saison vorkommen, der Gruppe Nuo auf nahezu 1,1 Millionen Yuan (137.610 Euro). Das Entwicklungsmodell der Chili-Branche „Genossenschaft plus Gelände plus Bauernhaushalte“ sorgt dafür, dass das Einkommen der Dorfbewohner kontinuierlich zunimmt.

Im letzten Jahr hat der Kreis Nang ein Unternehmen zur Chili-Verarbeitung eingeführt, um unterschiedliche Sorten von Chili-Soße herzustellen. Als wichtiger Vertriebskanal der Chili-Branche kann das Unternehmen im Großen und Ganzen die Chili-Ernte des Kreises Nang komplett verbrauchen.

Quelle: paper.people.com.cn

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