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Tsampa von Gurum öffnet den Tibetern die Tür zum Reichtum

Datum: 05.11.2020, 09:24 Quelle: China Tibet Online

Tsampa ist das traditionelle Grundnahrungsmittel der Tibeter und wird seit der Antike fast jeden Tag gegessen. Aber es ist dieses gewöhnliche Essen, das jetzt zum „goldenen Schlüssel“ geworden ist, das den Tibetern die Tür zum Reichtum öffnet.

Die Gemeinde Gurum befindet sich im Bezirk Doilungdêqên der Stadt Lhasa auf einer durchschnittlichen Höhenlage von 4300 Metern und gehört zu den halb landwirtschaftlichen und halb viehwirtschaftlichen Regionen. Die Hochlandgerste ist die wichtigste Kulturpflanze, die hier angebaut wird, aber auch die Grundlage für das Überleben der Tibeter. Die Hochlandgerste wird gewaschen, getrocknet, gebraten und zu Mehl gemahlen. Dann wird sie mit einer kleinen Menge Buttertee, Quark, Zucker und anderen Mischungen von Hand zu einer Kugel geknetet, die für die Tibeter auf dem Tisch zu einem unverzichtbaren Nahrungsmittel wird – Tsampa. Tsundrup ist 43 Jahre alt und hat seinen Lebensunterhalt schon immer mit dem Anbau von Hochlandgerste verdient.

Aber wegen der Alterung der Hochlandgerstensorten war der Ertrag gering, und die Qualität des verarbeiteten Tsampa auch nicht hoch. Früher war die geerntete Hochlandgerste neben der eigenen Nahrung nur schwer gegen ein substantielles wirtschaftliches Einkommen einzutauschen. Weil seine Familie viele Angehörige hat und er keine beruflichen Fähigkeiten besitzt, wurde Tsundrups Familie früher als armer Haushalt im Dorf Nanba der Gemeinde Gurum registriert. Unter Anleitung der Regierung pflanzte die Familie von Tsundrup 1,6 Hektar Hochlandgerste von hoher Qualität an. Durch die Wassermühlen des Dorfes wird die gebratene Hochlandgerste zu Tsampa-Mehl verarbeitet. Nach dem mit den Genossenschaften unterzeichneten Kaufvertrag wird das verarbeitete Tsampa-Mehl an die Tsampa-Unternehmen für den einheitlichen Verkauf transportiert. Seit 2016 hat Gurum aktiv mit einer Reihe von Tsampa-Unternehmen verhandelt und sie mobilisiert, den Weg der Massen-, standardisierten und modernisierten Produktion zu gehen, und Geld für die Industrie in Höhe von 22,3 Millionen Yuan erhalten, mit dem die Tsampa-Fabriken, die Produktionsausrüstung, die Produktverpackung und 58 Wassermühlen vollständig modernisiert wurden. Gleichzeitig wurden Tsampa-Genossenschaften gegründet, um mehr Bauern und Viehhirten zu ermutigen, Unternehmen rund um die Tsampa-Verarbeitung zu gründen.

Da die Tsampa-Unternehmen nur über begrenzte Kapazitäten verfügen, transportieren sie die erworbene Hochlandgerste zur Verarbeitung in die Wassermühle von Tsundrup, so dass Tsundrup neben dem Verdienst für den Verkauf von Tsampa jeden Monat auch eine gute Gebühr für die Verarbeitung erhalten kann. Mittlerweile hat er die Armut erfolgreich überwunden, indem er Hochlandgerste anpflanzt und Tsampa mahlt.

Unter dem Modell der Kombination von Unternehmen, Genossenschaften und Bauern erlebten die Tsampa-Unternehmen in Gurum eine rasche Entwicklung. Die Produkte sind aus der traditionellen einzigen weißen Tsampa zu mehr als zehn Arten, darunter schwarzem Tsampa, Erbsen-Tsampa, Tsampa-Kekse und Tsampa-Kuchen, mit mehr als 20 Marken erweitert worden. Die Vertriebskanäle haben sich aus den traditionellen Läden auf die Online-Handelsplattformen erweitert. Die Tsampa-Tüten werden von Gurum aus in alle Teile des Landes verschickt, so dass Freunde, die Tausende von Kilometern entfernt sind, die authentische tibetische Küche kosten können.

Quelle: cctv.com

(Redakteur: Daniel Yang)

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