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Junges Ehepaar tankt in der verbotenen Zone des menschlichen Lebens auf

Datum: 10.11.2020, 09:38 Quelle: China Tibet Online

Nachdem er 180 Kilometer vom Dorf aus gefahren war, erreichte ein großer roter Lastwagen schließlich die einzige Tankstelle im Kreis Shuanghu der Stadt Nagqu des Autonomen Gebiets Tibet.

Shuanghu ist riesig und die Viehhirten leben in extremer Zerstreuung auf der durchschnittlichen Höhenlage von 5200 Metern. Es ist der weltweit höchste Kreis und bekannt als das „Versuchsgelände der menschlichen physiologischen Grenze“.

Samdrup sah den Vorsitzenden des Komitees der Bewohner des Dorfes Duri in der Gemeinde Yagqu zum Auftanken einfahren und ging aus dem Convenience Shop hinaus. Er begrüßte den Vorsitzenden auf die herzlichste Weise in Nord-Tibet, nämlich Gesicht zu Gesicht.

Gewandt tankte Samdrup sofort den Lastwagen vom Dorf Duri auf und füllte dann die elf vom Wagen entladenen Fässer mit insgesamt 2000 Litern Benzin und Diesel auf.

Auf die Frage, warum so viele Fässer aufgefüllt wurden, sagte der Vorsitzenden des Komitees der Bewohner des Dorfes Duri mit Freude: „Dieser Kraftstoff kann mehr als zwei Monate lang im Dorf verwendet werden. Der Hauptzweck ist, das Motorrad jedes Haushaltes aufzutanken. Das Gebiet ist dünn besiedelt. Die erste Wahl des Verkehrsmittels für die Viehhirten ist das Motorrad, auch wenn sie auf der Weide damit fahren.“

Nachdem er getankt hatte, kehrte Samdrup zum Convenience Shop zurück und übernahm das süße kleine Baby aus den Armen der Chefin der Tankstelle, Tsetan Pazom. Dann berechnete die Chefin der Tankstelle die Treibstoffkosten des Dorfes Duri.

Samdrup und Tsetan Pazom stammen beide aus dem Kreis Shuanghu von Nagqu und betraten die Tankstelle ebenfalls im selben Jahr 2016. An der Tankstelle lernten sie sich kennen, verliebten sich, heirateten 2017 und bekamen dann ihr Baby Tashi Dondrup.

Im Jahr 2015 schloss Tsetan Pazom ihr Studium an der Sichuan Staff University of Science and Technology ab und kehrte in ihre Heimat zurück, um ihre bescheidenen Bemühungen den Menschen in ihrer Heimat zu widmen. Sie sagte: „Als ich ein Kind war, konnte meine Familie bei den Angriffen der Wölfe auf die Yaks und Schafe meiner Familie nur von weitem zusehen. Aber jetzt hat jeder Haushalt ein Motorrad, und es ist leicht aufzutanken, so dass man die hungrigen Wölfe vertreiben und endlich die Yaks und Schafe davor schützen kann, von den Wölfen gefressen zu werden.“

Auf die Frage, ob die beiden in Betracht gezogen hätten, hier wegzugehen, als die Bedingungen so schwierig waren, antwortete Samdrup: „Jetzt ist das Auftanken in jedem Haushalt garantiert. Es ist praktisch, dass die Viehhirten mit dem Motorrad zum Kreis für medizinische Behandlungen und Einkäufe fahren. Das Leben hat sich stark verbessert. Wir können miterleben, wie sich die Menschen in unserer Heimat sehr erfreulich entwickeln. Gleichzeitig umfasst diese Tankstelle unsere besonderen Emotionen. Hier gibt es zu viele gute Erinnerungen. Wir zögern, diesen Job aufzugeben und diese Tankstelle zu verlassen.“

In der höchstgelegenen Tankstelle der Welt, der sonnennächsten Tankstelle, hat sich das in den 1990er Jahren geborene Ehepaar in aller Stille ihrer Jugend gewidmet. An der menschlichen Grenze auf der Höhenlage von 5200 Metern praktizieren sie den Geist der Erdöl-Mitarbeiter auf dem Hochland. Ihre Jugend ist schöner in ihrer selbstlosen Hingabe.

(Redakteur: Daniel Yang)

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