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Tibetische Bauern sprechen auf Feldern über Landwirtschaft: Dieses Jahr haben wir eine gute Hochlandgerstenernte

Datum: 28.11.2020, 17:22 Quelle: China Tibet Online

„Dieses Jahr ist das Wetter besonders gut. Daher ist die Hochlandgerste besser als sonst gewachsen. Nun wird sie geerntet. Dann muss man nur noch einen Monat warten. Nachdem die Gerste gar geröstet worden ist, kann sie gemahlen und zu Tsampa verarbeitet werden.“ Im Dorf Gurum der Großgemeinde Gurum des Viertels Doilungdeqen in Lhasa Tibets sagte die dortige Bäuerin Langga, dass ihre Familie über mehr als 10 Mu (rund 0,7 Hektar) Ackerland verfügt und auf der größten Fläche davon Hochlandgerste angebaut worden ist. Dieses Jahr ist ein gutes Jahr und aller Voraussicht nach könnte die gesamte Ernte 2500 Kilo überschreiten.

Im Dorf Gurum sind die Bräuche eines traditionellen, tibetischen Dorfes erhalten geblieben, weswegen die Menschen dort sehr auf die Beziehungen zwischen den Nachbarn achten. Während der Zeit der landwirtschaftlichen Hochsaison haben die Einwohner der ersten Gruppe des Dorfs Gurum ein Team von über zehn Personen gebildet. Die Familien haben der Reihe nach Hochlandgerste geerntet. Im September war die Familie Langga an der Reihe.

Zu Mittag haben sich über zehn Personen auf Feldern versammelt. Die Leute haben auf dem Boden in einem Kreis gegessen. Dabei haben sie etwas Flachbrötchen, Buttertee, Tsampa etc. zu sich genommen. Dann sind sie mit Sensen auf die Hochlandgerste-Felder gegangen.

„Schauen Sie mal, wie voll diese Hochlandgerste-Körner sind. Mancherorts sind die Stängel der Gerste  hoch gewachsen, so dass sie sich wegen des Windes zur Seite geneigt haben.“ Rigzin, der Ehemann von Langga, sagte dem Reporter, dass an dem Tag eine Fläche von 2 Mu (rund 0,13 Hektar) abgeerntet worden ist, wo die Art „Zangqing 2000“ angepflanzt worden war. Aller Voraussicht nach können über 750 Kilo Hochlandgerste geerntet werden.

Der Reporter hat festgestellt, dass die mehr als zehn Personen des Teams zu unterschiedlichen Aufgaben eingeteilt worden sind: Die 70-jährige Mutter Rigzins Along kümmert sich in erster Linie um die Versorgung. Zuerst hat sie das Gelände des Mittagsessens aufgeräumt. Danach ist sie mit Körben nach Hause gegangen, um süßen Tee zu fertigen, Kartoffeln zu kochen, usw.; andere Personen beschäftigten sich in erster Linie mit der Ernte und abgeschnittene Hochlandgerste geschnürt.

Die Besonderheit, dass die Tibeter gut singen und tanzen können, manifestiert sich auch auf Feldern. Mal unterhalten sie sich und mal spaßten sie. Manchmal summten sie einheimische, traditionelle Lieder. Das Gelächter und der Gesang ertönten auf den Feldern.

Der „Gurum-Tsampa“ der Großgemeinde Gurum ist dort sehr bekannt. Rigzin sagte, dass die Hochlandgerste, die die Familien ernten, restlos zu Tsampa gemahlen wird. Die Hälfte davon wird zum Selbstverzehr beibehalten und die andere Hälfte wird verkauft. „Reine Hochlandgerste kann nur zu 1,7 Yuan (rund 0,22 Euro) alle 500 Gramm verkauft werden. Nach dem Rösten wird sie mit dem Wasser des Dorfes zum Tsampa verarbeitet werden. Danach können alle 500 Gramm zu 2,6 bis 3,7 Yuan (rund 33 Cent bis 47 Cent) verkauft werden.

Bemerkenswert ist, dass die Hochlandgerste nicht die Haupteinkommensquelle der dortigen Bauern ist. Rigzin ist vorher in Lhasa Taxi gefahren. Nun fährt er auf einer Baustelle ein Baufahrzeug und hat jedes Jahr ein Einkommen von ungefähr 200.000 Yuan (25.600 Euro).

Quelle: Chinanews.cn

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