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Umwandlungsbericht der “Schule auf Pferderücken“

Datum: 31.12.2020, 09:29 Quelle: China Tibet Online

Wenn man ins Dorf Changjiangyuan der Großgemeinde Tangguala in der Stadt Golmud der Provinz Qinghai kommt, sieht man Reihen von Wohnhäusern mit eigenen Besonderheiten. Das Dorf, das sich in einem Vorort befindet, ist vom Lärm der Stadt entfernt und da herrscht ein ruraler Anblick im tibetischen Stil.

Die Großgemeinde Tanggula des autonomen Bezirks Haixi der Mongolen und Tibeter in der Provinz Qinghai befindet sich in der Region Sanjiangyuan. Im Schnitt liegt sie mehr als 4700 Meter über dem Meeresspiegel. Der Tuotuo-Fluss, der durch das Gebiet fließt, ist eine der Quellen des Yangtse. 2004 haben sich 128 Haushalte von sechs Dörfern der Großgemeinde Tanggula als Reaktion auf den staatlichen Aufruf und zum Schutz der Tag für Tag werdenden Umwelt von der großen Steppe verabschiedet. Danach haben sie das Kunlun-Gebirge überklettert und sind nach Goldmud, das mehr als 420 Meter entfernt ist, umgezogen. Dort haben sie am Stadtgebiet ein Tibeter-Dorf gegründet und dem den Namen Changjiangyuan gegeben.

Nach dem Einzug in neue Häuser ist es darin im Winter warm und im Sommer kühl; überdies bekommt man Zuschüsse. Damit kann man etwas zum Essen und zum Trinken kaufen. Jedoch wurde die Bildung der Kinder wieder zu einem großen Problem.

Vor dem Umzug besuchten die Kinder des Dorfes Changjiangyuan die Gesamtschule der Gemeinde Tanggula. Diese Schule wurde 1958 gegründet. Anfangs wurde sie als „Schule auf Pferderücken“ bezeichnet. Da die Nomaden der Großgemeinde in einem hoch gelegenen, kalten Gebiet, das nahezu 4700 Meter über dem Meeresspiegel, liegt, ein nomadisches Leben führen, mussten die Lehrer ein Pferd reiten, um zu Nomadenstellen, die weit voneinander entfernt waren, zu gehen und dort turnusmäßig zu unterrichten. Später haben die Kinder umliegender Familien gemeinsam Unterricht genommen, und zwar in Zelten. Daher hat die Schule wieder den Namen „Zeltschule“ bekommen. Erst in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts hat die Schule einen relativ festen Sitz erhalten. Trotzdem waren dort nur fünf Klassenzimmer.

Der Lehrer Daerma kann nie die erste Unterrichtsstunde jedes Jahres, und zwar die Aufnahme von Kuhfladen, vergessen. „Später waren die Bedingungen schlecht. Am Schulbeginn mussten die Kinder angehalten werden, Karren zu schieben, damit sie in der großen Steppe Kuhfladen, Schuhsohlen und kaputte Reifen suchten. Erst wenn ein Klassenzimmer damit gefüllt wurde, konnte man überwintern. 

Neben der Logistik kam es oft vor, Schwänzer zur Rückkehr zur Schule zu bewegen. „Mal haben drei Schwestern gemeinsam geschwänzt. Wir haben die ganze Nacht nach ihnen gesucht. Am Morgengrauen haben wir festgestellt, dass Sie auf einer Insel im Fluss festsaßen. Die Nomaden brachten die Kinder mit Pferden zur Schule, wo die Kinder ein halbes Jahr am Stück verbringen mussten. Die Kinder wollten nur nach Hause flüchten, um ihre Eltern zu sehen.

Zur Armutsbekämpfung muss zuerst die Intelligenz gefördert werden. Egal, wie arm man ist, darf dies die Kinder nicht betreffen.

Zwei Jahre nach dem Einzug ins neue Dorf wurde die Schule der nationalen Minderheiten Changjiangyuan der Stadt Goldmud gegründet. Die Schule befindet sich in der Mitte des Dorfes Changjiangyuan und hat eine Fläche von 43.000 Quadratmetern. Ferner hat sie eine bebaute Fläche von 12.000 Quadratmetern und ihr Sportplatz ist 8286 Quadratmeter groß. Überdies verfügt die Schule über ein Unterrichtsgebäude, ein multifunktionales Gebäude, einen überdachten Sportplatz, einen Kunststoffsportplatz, ein Schülerwohnheim, eine Mensa, eine Badeanstalt usw. Des Weiteren hat die Bibliothek mehr als 13.000 Bände, 100 PCs für Schüler, zwei Computerkassenräume, 1 multimedialen Beamer-Raum, zwei multimediale Audio-Klassenräume usw. Im Großen und Ganzen sind alle moderne Bildungseinrichtungen vorhanden.

Auf diese Art und Weise können alle Kinder im Schulalter in ihrer Nähe eingeschult werden. Wegen der ständigen Verbesserung der Bedingungen schicken viele Eltern der nomadischen Gebiete ihrer Kinder hierher. Derzeit beläuft sich die Schüleranzahl auf mehr als 700. Seit vielen Jahren können alle Schüler ihre Schule abschließen und in höhere Schulen aufsteigen. Außerdem sind Hobbykurse wie Sport der nationalen Minderheiten, Kaligrafie, Tanz, Musik, Englisch usw. hinzugefügt.

Der bald zu pensionierende Lehrer Daerma muss heutzutage keinem Schüler mehr „nachjagen“. Der Schüler Dongzhou, der ihm überallhin zur Kuhfladensuche folgte, ist nun ein Klassenlehrer.

Für die umgesiedelten Nomaden ist es die am meisten realistische Armutsbefreiung, dass ihre nächsten Generationen gebildet werden, es in die Außenwelt schaffen und Kontakte mit einer breiteren Welt aufnehmen. Überdies haben die Dorfbewohner durch die beruflichen Schulungen, die von der Regierung organisiert worden waren, mehr Kompetenzen erlernt. Dadurch kommen sie mit ihren eifrigen Händen zu Wohlstand.

Am 22. August 2016 war der Himmel nach einem Regenfall besonders blau.

Am Nachmittag dieses Tages ist Xi Jinping in dieses tibetische Dorf, das 3000 Meter über dem Meeresspiegel liegt, gekommen.

Da haben sich die Dorfbewohner feierliche Trachten angezogen und dem Generalsekretär der KPCh weiße Khata, Qiema und Hochlandgerste-Schnaps überreicht, um ihm passionierte Grüße auszurichten.

Xi Jinping ist zur Nurmmer 87 des Dorfes, also in den Haushalt des Bewohners Shenge gekommen. Da war das tibetische Wohnzimmer geräumig und hell. Auf einem Couchtisch waren Fleisch, Sanzi, Gebäck und Obst. Da hat sich Xi Jinping mit der Familie über familiäre Angelegenheiten unterhalten.

“Die wie vielte Klasse besucht das Kind?“, fragte der Generalsekretär mit viel Fürsorge nach dem Schulbesuch des Enkels von Shenge. „Die fünfte Klasse“, sagte der 13-jährige Tsering Pasang. Danach stand er auf und machte gegenüber dem Sekretär einen Gruß der Jungen Pioniere. Da nickte der Sekretär fröhlich.

Shen Ge berichtete dem Generalsekretär über das heutige, glückliche Leben. Da sagte der Generalsekretär mit Freude: „Euer glückliches Leben währt noch lange und ich wünsche euch Wohl und Gesundheit.“

Die Fürsorge des Generalsekretärs versetzte die Bewohner in Changjiangyuan in Aufregung. Da reißen die Veränderungen des Dorfes nicht ab. Zudem werden alle Bewohner in die Krankenversicherung aufgenommen und alle Kinder werden eingeschult. Darüber hinaus deckt die Nomaden-Rentenversicherung alle nötigten Kategorien ab.

Vom Schneegebirge zur Stadt sind die Veränderung der Lebensweise und die Erhöhung der Zivilisation der größte Wandel der Nomaden. Wenn man heute in dieses Dorf geht, kann man tatsächlich Vitalität und Dynamik zu spüren bekommen. Ferner sind die Bewohner voller Tatendrang und marschieren in ein glücklicheres Leben.

(Redakteur: Daniel Yang)

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