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Das Pro-Kopf-Einkommen des ersten Dorfes der tibetischen demokratischen Reformen ist um das 100-fache gestiegen

Datum: 18.01.2021, 09:35 Quelle: China Tibet Online

Das tibetische Neujahrsfest und das Frühlingsfest stehen vor der Tür. Im Wohnviertel Kesong in der Gemeinde Changzhu des Bezirks Nêdong der tibetischen Stadt Lhoka geht es geschäftig zu.

Dieses Wohnviertel im Vorort, das nur zehn Minuten Fahrt von den Stadtbezirken von Lhoka entfernt ist, wird als „erstes Dorf der demokratischen Reformen in Tibet“ bezeichnet. Vor mehr als 60 Jahren übernahm dieser Ort die Führung bei der Durchführung demokratischer Reformen und führte die erste demokratische Wahl in der Geschichte Tibets durch, an der befreite Leibeigene teilnahmen. Es entstanden nacheinander die erste ländliche Basisparteizelle, der erste Bauernverband und die erste Volkskommune Tibets.

Angaben des Bewohner-Komitees des Wohnviertels Kesong zufolge hat das lokale jährliche Pro-Kopf-Nettoeinkommen 22.301 Yuan erreicht, etwa das 111-fache von 1978, und ist in mehr als 40 Jahren um mehr als das 100-fache gestiegen.

Vor den demokratischen Reformen gab es 302 Leibeigene im Landgut Kesong. Der 78-jährige Sonam Dondrup erinnert sich noch daran, dass seine Familie und sein Vieh zu dieser Zeit in einem Schuppen lebten. Jeden Tag musste er noch vor dem Morgengrauen aufstehen und arbeiten. Er wurde gepeitscht, wenn er zu spät kam.

Im März 1959 führte die Zentralregierung die Menschen aller ethnischen Gruppen in Tibet zur Durchführung demokratischer Reformen an, wodurch die früheren Leibeigenen die Herren des Landes wurden. In den 1980er Jahren löste die Reform und Öffnung die innovative Vitalität der Hochlandbauern aus. Thutop, ein Nachkomme von Leibeigenen, kaufte den ersten Dongfeng-Lastkraftwagen im Dorf und sein Haushalt wurde der erste 10.000-Yuan-Haushalt im Dorf. Dawa Tsering gründete eine Glasnudelfabrik, die in der Umgebung sehr berühmt ist, weil sie dazu führte, dass die Menschen ihr Einkommen gemeinsam steigern konnten.

Seit dem 18. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas hat Kesong große Veränderungen erlebt. Der Staat investierte fast 40 Millionen Yuan, startete den Bau einer „Vorbildstation für ökologische Zivilisation und bescheidenen Wohlstand“, renovierte Entwässerungs-, Beleuchtungs- und Begrünungssysteme, und führte bürgernahe und bequeme Einrichtungen ein, wie ein Servicezentrum, eine Bibliothek für Bauern, Lernräume und Unterhaltungsräume, wodurch sich das Wohnumfeld völlig verändert hat. Die Betriebsrate der landwirtschaftlichen Mechanisierung im Wohnviertel hat 98 Prozent erreicht, und der Getreideertrag pro Hektar hat sich gegenüber dem vor den demokratischen Reformen fast verdreifacht. Das Gesamteinkommen der ländlichen Wirtschaft im Jahr 2019 überstieg 38 Millionen Yuan. Im Dorf wurden zwölf Genossenschaften gegründet, und der jährliche Nettogewinn der kollektiven Wirtschaft des Dorfes betrug 360.000 Yuan.

(Redakteur: Daniel Yang)

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