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Schwerhörige Kinder Tibets bekamen neue „Geräusche“ in Guangzhou

Datum: 19.01.2021, 14:34 Quelle: China Tibet Online

Im Volkskrankenhaus der Stadt Nyingchi untersuchte das Team um Professor Peng Hong gerade das Hörvermögen von Drolma.

Am 12. Januar führte das Team der HNO-Ärzte im OP-Raum des Zweiten Volkskrankenhauses der Provinz Guangdong gerade eine sehr schwere OP durch. Die Geräte des Hörvermögens zeigten Wellen, die in Folge hüpften. Diese regelmäßigen „Noten“ waren die Reaktionswellen des Gehirns der Patientin, nachdem sie Geräusche gehört hatte. Für das tibetische Mädchen Drolma, das an einem angeborenen Hörverlust litt, bedeutete dies, dass ihr stilles Leben „neue Geräusche“ bekommen würde.

Das elfjährige Drolma aus Nyingchi in Tibet kann seit der Geburt nichts hören.

Im September 2020 hat ein Freiwillige-Team des Zweiten Volkskrankenhauses der Provinz Guangdong in der Region Nyingchi unterschiedliche Behandlungsevents ausgerichtet. Bei einem dieser Events hat Droma Professor Peng Hong, der der Leiter der HNO-Abteilung ist, kennen gelernt.

Im Volkskrankenhaus der Stadt Nyingchi hat das Team um Professor Peng Hong das Hörvermögen Drolmas untersucht und diagnostiziert, dass Drolma an einem sehr schweren sensorineuralen Hörverlust gelitten hat. Assistierende Geräte wie Hörgeräte usw. konnten Drolma schon gar nicht mehr helfen und nur mithilfe einer Cochlea-Implantat-Operation kann das Hörvermögen von ihr wiederhergestellt werden.

Wegen der Einschränkungen der medizinischen Bedingungen des dortigen Ortes hat Professor Peng Hong Drolma angeboten, nach Guangzhou für eine Behandlung zu kommen.

Anfang Januar 2021 ist Drolma zusammen mit ihrer Familie nach Guangzhou gekommen.

Dort ist die OP reibungslos abgelaufen. Am Ende wurde die feine Elektrode des Cochlea-Implantats in die Tympanum-Skala der Hörschnecke Drolmas eingepflanzt worden. Die Elektrode deckt die ganze Länge des Hörschnecke ab.

Nach der OP hat sich Drolma schnell erholt und ihre Wunde ist gut ausgeheilt. „Die erfolgreiche OP ist nur der erste Schritt der Wiederherstellung des Hörvermögens. Das Cochlea-Implantat muss noch einige Male eingestellt werden, um eine optimale Mensch-Maschine-Zusammenpassung zu erreichen. Dass man Geräusche hört, heißt noch nicht, dass man die Sprache versteht, wie wenn wir eine Fremdsprache hören. Drolma benötigt noch eine Anpassungsphase und das Sprachtraining, um das Ziel zu erreichen, dass sie verstehen und sprechen kann“, meinte Professor Peng Hong.

Es heißt, das Cochlea-Implantat ist die derzeitig effektivste Methode zur Behandlung des schweren Hörverlusts. Nach der Einschaltung des Cochlea-Implantats verbessert sich das Hörvermögen mit dem Fortschritt der Rehabilitation. Zwar hat Drolma schon das beste RH-Alter von 2 bis 3 Jahren, kann sie trotzdem mithilfe eines intensivierten Sprachtrainings hoffen, eine relativ gute Kompetenz zur Sprachkommunikation zu bekommen.

Quelle: People.cn

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