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Bezirk Gannan in Gansu: ausländische Pflanze bringt Tibeter zu Wohlstand

Datum: 02.11.2018, 08:58 Quelle: China Tibet Online

Im April dieses Jahres hat der Bezirk Gannan der Provinz Gansu zum ersten Mal in der Geschichte Quinoa eingeführt. Kann sich diese ausländische Getreideart den Feldern, auf denen lange Zeit Hochlandgerste und Raps angebaut wurden, anpassen und etwas hervorbringen? Im dritten Teil von Oktober hat man endlich eine Antwort bekommen.

Der Dorfbewohner Tashiji sagte, die Leute anfangs hätten noch Skepsis gehabt, als sie die Leute zum Anbau ermutigen wollten. Jedoch wuchsen die Quinoas im Laufe der Zeit immer besser. Nach dem Beginn des Oktobers füllten sich die Felder langsam und die Pflanzen wurden reif. Nun haben wir eine gute Ernte. „Das, wovon wir früher nur träumen konnten, ist heutzutage zur Realität geworden.“

Im März dieses Jahres haben die Zuständigen vorgeschlagen, dass man aufgrund der großen Höhe und der spärlichen Niederschläge in Xiahe der Provinz Gansu versuchen könne, Quinoas anzubauen. Überdies seien sie bereit, Saatgut und Düngemittel zur Verfügung zu stellen und nach der Ernte den Bauern die Quinoas allesamt zu Marktpreisen abzukaufen.

Die Quinoas sind ursprünglich in den Anden beheimatet. Sie bevorzugen kühles Klima und sind sehr nährstoffreich. Sie sind eine alkalische Vollkorn-Vollnährstoff-Komplettprotein-Nahrung. Sie besitzt die neun Aminosäuren, die menschliche Körper benötigen. Außerdem werden sie als „Getreidemutter“ bezeichnet. Die tibetische Region in Gannan eignet sich sehr gut zum Anbau der Quinoas. Außerdem können sie noch zur traditionellen Rinder- und Schafzucht genutzt werden. Die Exkremente von Rindern und Schafen können auf Feldern angewandt werden, so dass ein organischer, landwirtschaftlicher Kreislauf entstehen kann. Die Quinoa-Branche hat deutliche Vorteile und gute Aussichten.

Für die Bevölkerung stellen die Sämlinge in der Erde Hoffnung dar. „Früher haben wir Hochlandgerste angebaut. Der Marktpreis betrug nur 1 Yuan (rund 13 Cent) für 500 Gramm. Heutzutage bauen wir Quinos an. Das Unternehmen Yuanda bietet einen Preis von 4 Yuan (rund 51 Cent) für 500 Gramm. Wir müssen uns gar keine Sorgen um den Verkauf machen.“ Tsering, der zu Hause auf einer Fläche von 10 Mu (0,67 Hektar) Quinoas anbaut, hat beschlossen, nächstes Jahr mehr Felder zum Anbau von Quinoas bereitzustellen.

Quelle: www.chinanews.com

(Redakteur: Daniel Yang)

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