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Die Eisdecke auf dem Qinghai-See ist am 8. April aufgetaut

Datum: 12.04.2019, 09:15 Quelle: China Tibet Online

Die Eisdecke auf dem als „Saphir auf dem tibetischen Hochland“ bezeichneten Qinghai-See, dem größten Binnensalzsee Chinas, ist am 8. April aufgetaut. Der See taute mal leise, mal lautstark auf, was selten zu sehen ist.

Am Vormittag des 8. April hatten der gefrorene Qinghai-See und der Himmel noch dieselbe Farbe. Die Oberfläche blieb ganz still. Am Mittag kam ein starker Wind. Die Eisdecke am nordwestlichen Ufer wurde im Nu aufgeblasen. Die Eisstücke wurden vom Wind zum Ufer geweht. Um 15 Uhr herrschten auf dem Qinghai-See wieder blaue Wellen.

Jedes Jahr um die Wintersonnenwende beginnt der Qinghai-See zuzufrieren. Die Zeit, in der der See zugefroren ist, dauert fünf Monate. Um das Frühlingsäquinoktium oder das Qingming-Fest im nächsten Jahr taut die Eisdecke des Qinghai-Sees auf.

Der Direktor der Abteilung für die touristische Verwaltung des Amtes für den Schutz und die Nutzung des Landschaftsgebiets Qinghai-See, Chen Dehui, erzählt, seit dem vollständigen Gefrieren des Qinghai-Sees im Winter des vergangenen Jahres hätten die umgebenden Gebiete mehr Schneefälle erlebt. Deswegen taue der See später als in den vergangenen Jahren, schätzungsweise zwischen dem 8. und dem 15. April. Mittlerweile bilde sich am Qinghai-See eine schöne Landschaft.

Jedes Jahr in der Tauzeit des Qinghai-Sees schätzt man, ob das Auftauen still oder laut stattfindet. Beim stillen Auftauen wird die Eisdecke mit der Erhöhung der Temperatur allmählich dünner, zerbricht und schmilzt langsam. Unbewusst und still wandelt sich die gefrorene Landschaft am folgenden Tag zu blauen Wellen. Beim lauten Auftauen zerbricht die Eisdecke auf dem See durch starken Wind plötzlich, die Eisstücke stoßen gegeneinander und treiben zum Ufer. Am Ufer stapeln sie sich zu Eisdämmen verschiedener Gestalten auf. Die Bewohner nennen es „Militärparade des westlichen Drachenkönigs“. Die großartige und faszinierende Szene sieht aus, als ob Zehntausende Pferde mit tosendem Geräusch rennen.

Quelle: cnr.cn

(Redakteur: Daniel Yang)

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