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Die Feuerwehrstation im „Potala-Palast auf der Steppe“

Datum: 08.10.2019, 09:39 Quelle: China Tibet Online

Tief im Daqing-Gebirge in der Stadt Baotou im Autonomen Gebiet Innere Mongolei befindet sich das Wudangzhao-Kloster. Es ist so berühmt wie der Potala-Palast in Tibet, das Kloster Kumbum Champa Ling in Qinghai und das Labrang-Kloster in Gansu und zählt zu den vier großen berühmten Klöstern des chinesischen tibetischen Buddhismus. Es ist auch das größte Kloster des tibetischen Buddhismus in der Inneren Mongolei und wird als der „Potala-Palast auf der Steppe“ bezeichnet.

Die Feuerwehrstation für das Kloster Wudangzhao der Stadt Baotou wurde im August 2017 gegründet und befindet sich innerhalb des Landschaftsgebiets Wudangzhao. Die Station ist für die Brandbekämpfung, den Brandschutz und Rettungseinsätze zuständig. „Ich weiß noch, dass das Parteikomitee des Teams uns bei der Gründung der Station dazu aufforderte, ein dankbares Herz zu haben, jede Pflanze zu schützen und die lokalen Bürger wie eigene Verwandte zu behandeln“, sagte der Feuerwehrmann Bao Youchao, der einer der ersten war, der dort stationiert wurde.
Heute werden sechs Gebetshallen im Kloster Wudangzhao beibehalten. In jeder Halle werden ewige Flammen auf dem Altar aufgestellt. Auf der eigentlichen Holzfläche des Altars ist eine Schicht Metall eingesetzt. Die ewigen Flammen werden auch von den Glasabdeckungen geschützt. Zugleich werden die ausgesetzten Leitungen mit Brandschutzschichten abgedeckt, was die Brandrisiken stark reduziert.

Der Klosterkomplex Wudangzhao hat eine Holzstruktur. An der Innenseite gibt es noch viele feuergefährliche Gegenstände. Um die Notfälle schneller und besser zu behandeln, haben die Feuerwehr und die Mitarbeiter des Landschaftsgebiets einen koordinierten Mechanismus zur schnellen Reaktion durch Gegensprechanlagen und WeChat-Gruppen eingerichtet. Jede Woche führen die Feuerwehr und das Landschaftsgebiet gemeinsam zweimal eine Feuerschutz- und Rettungsübung durch. Wenn große Rituale und Feierlichkeiten in Wudangzhao stattfinden, arbeiten die Feuerwehrleute den ganzen Tag lang, um Notfälle zu verhindern.

Die Wege aus Steinplatten im Kloster sind eng und holprig und haben eine durchschnittliche Breite von nur drei Metern. Alle Feuerwehrleute führen jeden Tag zweimal auf diesen Wegen und um das Kloster einen Streifenrundgang durch. Für jeden Streifendienst müssen sie eine Stunde gehen. „Es kommt oft vor, dass man alle zwei Monate ein Paar Schuhe wechseln muss.“ Der politische Instrukteur Liu Jincheng sagt: „Bei jedem Streifendienst kann ich die Wichtigkeit des Schutzes des hundert Jahre alten Denkmals erkennen.“

Während die Feuerwehrleute die Sicherheit von Wudangzhao wahren, müssen sie auch die Einsamkeit ertragen. „Es ist im Berg in der Nacht besonders still. Neben der Station gibt es kein Licht. Der Sommer ist die Hochsaison des Tourismus. Jeden Tag müssen wir uns darauf konzentrieren, alle Sicherheitsgefahren zu beseitigen. Im Winter ist es auf dem Berg sehr kalt. Wir müssen auch Übungen und Streifengänge durchführen. Nie ruhen wir uns aus“, teilt Song Siyuan mit.

Wegen der wenigen Mitarbeiter und der schweren Aufgaben besitzen alle Feuerwehrleute hier mehrere Fertigkeiten. Qiao Shuai ist sowohl Fahrer als auch Koch. Er sagt: „Bald werde ich Vater. Aber ich konnte meine Frau gar nicht während ihrer Schwangerschaft begleiten, noch nicht einmal bei Schwangerschaftsuntersuchungen.“ Das beschämt ihn sehr.

Die Mönche im Kloster Wudangzhao begrüßen beim Treffen immer die Feuerwehrleute im flammenblauen Anzug. Sie sagen: „Wir fühlen uns sicher, wenn die Feuerwehrleute bei uns sind.“

„In der tibetischen Sprache heißt Wudangzhao ‚Badagar‘, was weiße Lotosblume bedeutet. Im Herzen von uns allen ist Wudangzhao eine heilige und saubere weiße Lotosblume und ein Schatz, den wir für immer schützen wollen“, führt Song weiter aus.

(Redakteur: Daniel Yang)

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