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Wasserbrunnen in Kangding Sichuans werden bei Touristen beliebt

Datum: 04.11.2019, 09:10 Quelle: China Tibet Online

Der „Shui Jingzi“ in der Stadt Kangding in der tibetischen Autonomen Präfektur Ganzi in der Provinz Sichuan hat einige Geschichten versteckt.

Das Quellwasser „Water Well“ stammt aus dem fünffarbigen Meer und entspringt kristallklar am Fuße des Happy Valley.

Als in der Ming-Dynastie, der berühmte Architekt Tang Dongjiebu in Kangding vorbeikam, dass dies das reinste und heiligste Quellwasser der  Stadt Kangding sei. Er erschaffte eigenhändig eine Brücke über den Fluss, die später zur unteren Brücke wurde. Mit dieser Brücke konnte man über den Fluss um im Brunnen Wasser zu holen.

Später, um es den Menschen zu erleichtern Wasser zu holen, wurde der Brunnen 1994 erneuert. Auch wurde beschlossen dass der obere Teil des Brunnens zum Wasserholen genutzt wird. Der untere Teil wurde in zwei Teile getrennt. Der obere untere Teil war zum Waschen von Gemüse gedachte, der untere zum Waschen von Kleidung. Im Laufe der Zeit wurde dies zu einem Volksbrauch der Kangdinger Gemeinde. Am tibetische Neujahr jedes Jahres kommt es hier zur Kangdinger Tradition des „erste Wasser greifen“, was  für viel Glück im neuen Jahr sorgen soll.  Wer als erstes einen Eimer mit Wasser aus dem Brunnen holt, der wird in diesem Jahr viel  Glück haben.

Der renovierte Brunnen ist von Steinmauern umgeben. Direkt gegenüber des Tors gibt es einen kleinen Schrein.  Auch gibt es  aus Holz geschnitzte Kravuren und einen Steinbogen mit Gold geschmückt. Der ist dem Drachenkönig-Buddha gewidmet.  Vor dem Schrein befindet sich eine Plattform für die Personen, die das Wasser tragen, um den Eimer abzustellen.

Zu dieser Zeit gab es in Kangding kein fließendes Wasser und Menschen aus der ganzen Stadt mussten zum Brunnen, um Wasser zu holen. Meistens sind es Tibeter, die zu dem Brunnen kommen um Wasser zu holen. Als erstes wird der Eimer neben den Brunnen gestellt, danach wird  mit einer großen Kupferkelle das Wasser in den Eimer geschöpft bis er voll ist und nun werden die vollen Eimer auf den Rücken gepackt und mit einem Lederriemen befestigt.. Die Taille wird mit einer gepolsterten Schürze geschützt. Ein Graskreis schwimmt auf dem Wasser und sorgt dafür dass nicht ein Tropfen beim Tragen verloren geht. Diese Art das Wasser zu transportieren kann man vielleicht nur in der Stadt Kangding erleben.

Im Jahr 2017 baute die Stadt Kangding den Wasserbrunnen wieder auf und platzierte auch eine Steinschnitzerei eines tibetischen Mädchens beim Wassertragen. Heutzutage ist der neue Wasserbrunnen zu einer Internetsensation geworden und Touristen fotografieren sich gerne mit der Statue des Mädchens.

Quelle: Tageszeitung von Sichuan

Redakteur: Krystal Zhang

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