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Bangdian-Webtechniken in Tibet I

Datum: 24.04.2019, 13:59 Quelle: China Tibet Online

Bangdian ist ein spezielles Zeichen auf den tibetischen Trachten der Tibeterinnen. Es handelt sich um eine bunte Schürze mit dünnen Querstrichen. Später ist sie zur Dekoration geworden, die die Tibeterinnen gerne um die Taille binden. Sie hat schmückende und winterfeste Funktionen und ist deswegen allmählich zum Pronomen der tibetischen Schürze geworden. Mit Bangdian stellen Tibeter Westen, Schürzen und Umhängetaschen für Frauen her oder setzen sie am Rand des langen tibetischen Oberkleids ein. In der Gegenwart dekoriert man damit die Wand im Wohnzimmer. Die Gemeinde Jiedexiu im Kreis Gonggar im tibetischen Regierungsbezirk Lhoka ist der Hauptherstellungsort der tibetischen Schürzen und wird deshalb als „Heimat von Bangdian“ bezeichnet.

Der Produktionsprozess von Bangdian ist nicht einfach. Der ursprüngliche Stoff ist die Spitzenschafwolle. Nach Arbeitsgängen wie Haarekämmen, Zwirnen, Weben, Muster-Weben, Färbung, wiederholtes Färben, Reiben und Trocknen wird ein Endprodukt hergestellt. Die Färbung findet mit Stein- und Pflanzenfarbstoff, der durch spezielles tibetisches Volkshandwerk hergestellt wird, statt. Die Wolle kann zu mehr als 20 prächtigen Farben gefärbt werden, und die Farben lassen nie nach. Das Zwirnen ist eine Arbeit, die viel Zeit und Kraft kostet. Üblicherweise zwirnen die Frauen, und die Männer steuern den Webstuhl.

Redakteur: Krystal Zhang

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