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Meinungsumfrage: Rechtspopulisten sind zweitstärkste Partei in Deutschland

Datum: 07.09.2018, 09:32 Quelle: German.china.org.cn

Die traditionelle Sozialdemokratische Partei (SPD) in Deutschland ist hinter die aufstrebende rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD) gerutscht, wie eine Meinungsumfrage des politischen Forschungsinstituts Insa-Consulere (INSA) zeigt. Das berichtete die Tageszeitung Bild am Dienstag.

Mit nur 16 Prozent Wählerunterstützung verlor die SPD in einer Woche einen halben Prozentpunkt, während die AfD ein halbes Prozent zulegte und jetzt einen ganzen Prozentpunkt vor der deutschen regierenden Koalitionspartei liegt.

Laut der Umfrage ist die AfD damit Deutschlands größte politische Macht und verweist die SPD wieder auf den dritten Platz. Im Juli hatte die rechtspopulistische Partei die SPD erstmals überholt.
Eine Analyse der Insa-Umfrage zeigt jedoch, dass die SPD möglicherweise 25 Prozent mehr Stimmen von den Wählern anderer Parteien erhalten und die geringste Ablehnungerfahren könnte. „Unsere Analyse zeigt, dass die SPD ein viel höheres zusätzliches Potenzial hat, doch die AfD hat zuverlässigere Stimmen“, sagte Insa-Direktor Binkertder Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag.
Die Beliebtheit von Kanzlerin Merkels Bündnis von CDU und CSU stieg um ein halbes Prozent an und liegt nun bei 28,5 Prozent.

Insa-Geschäftsführer Hermann Binkert sagte, die „Position der SPD als zweitstärkste politische Kraft in der Bundesregierung ist in Gefahr“. Demnach würde die Koalition aus CDU / CSU und SPD derzeit nicht die erforderliche parlamentarische Mehrheit von 44,5 Prozent erreichen.

„Die AfD ist Teil einer gewaltorientierten und teilweise gewalttätigen rechten Volksfront im Osten Deutschlands geworden. Dies hat sich bereits in den Städten Cottbus und Chemnitz gezeigt“, sagte der

Politikwissenschaftler Hajo Funke der Bild.

In der sächsischen Stadt Chemnitz kam es nach der angeblichen Ermordung des 35-jährigen Daniel H. durch Flüchtlinge vergangene Woche zu gewaltsamen Ausschreitungen. Die AfD und die rechte Bewegung PEGIDA hielten anschließend einen gemeinsamen „Trauermarsch“ab. Es war das erste Mal, dass sich die AfD so auffällig öffentlich mit PEGIDA gezeigt hat.

Die AfD und ihre Unterstützer könnten sich ermutigt fühlen, weil die Bundesregierung nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Funke eine Schwäche im Umgang mit den Ereignissen um den Chemnitzer Mord zeigt. Die sächsische Polizei wurde dafür kritisiert, die Anzahl der Teilnehmer bei den ersten Demonstrationen nach Daniel H.s Tod, die in chaotischen und gewalttätigen Szenen in Chemnitz endeten, unterschätzt zu haben. „Das könnte in den nächsten Umfragen ein bis zwei Prozent Wählerstimmen in Ostdeutschland bringen. Mittelfristig wird dies jedoch der AfD schaden“, sagte Funke.

(Redakteur: Daniel Yang)

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