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Schutz von Schneeleoparden und ihrem Öko-System ist dringende Aufgabe

Datum: 19.10.2018, 08:53 Quelle: China Tibet Online

Die Schneeleoparden befinden sich am oberen Ende der Nahrungskette des ökologischen Systems der Hochgebirge. Weil sie oft in der Nähe der Schneegrenze der Hochgebirge im asiatischen Binnenland aktiv sind, das Klettern beherrschen und ihr Aufenthaltsort geheimnisvoll ist, werden sie als „Geist auf den Schneebergen“ bezeichnet. Die Fläche der potentiellen Nistplätze der weltweiten Schneeleoparden beträgt zirka 3,02 Millionen Quadratkilometer und durchzieht zwölf Länder in den zentral- und südasiatischen Regionen. Der Schutz von Schneeleoparden und ihren Nistplätzen ist für das Erhalten der Biodiversität, das Wahren der Gesundheit des Öko-Systems der Hochgebirge und die Erhöhung der menschlichen Wohlfahrt von großer Bedeutung.

Wegen der Bedrohung durch mehrere Faktoren wie den Klimawandel, die menschlichen Aktivitäten, die Wilderei und den illegalen Handel steht der Schutz der Schneeleoparden noch vielen Herausforderungen gegenüber. Es ist eine dringliche Aufgabe, die Schneeleoparden und ihr Öko-System zu schützen und die internationale Zusammenarbeit zu verstärken.

Von edler Tierart zu Pop-Star

Auf der Weltkarte kann man leicht erkennen, dass sich die potentiellen Nistplätze der Schneeleoparden mit den Ursprungsorten vieler asiatischer Flüsse, darunter der Jangtse, der Gelbe Fluss, der Mekong und der Ganges, decken. „Der Schutz der Schneeleoparden als Schlüsseltierart im Öko-System der Hochgebirge hat viel mit der Trinkwassersicherheit und der Gesundheit des Öko-Systems von Milliarden Menschen in Asien, einschließlich Chinas zu tun. Die Popularität von Smartphone und Kamera lässt Nachrichten kein Wunder sein, wie zum Beispiel ‚Schneeleoparden tauchen um die Gemeinden auf‘ und ‚Viehhirten retten verletzte Schneeleoparden‘“, so Experten.

Laut Berichten des Staatlichen Amtes für Forstwirtschaft und Steppen gibt es in China zirka 2000 bis 2500 Schneeleoparden. Die Fläche der potentiellen Nistplätze beträgt zirka 182 Quadratkilometer. Die Arealfläche und die Zahl sind weltweit am größten.

Zugleich lösen viele Faktoren für die Existenz der Schneeleoparden „roten Alarm“ aus. „Wegen der Klimaerwärmung und der Bewegung der Schnee- und Waldgrenze nach oben stehen die Schneeleoparden den Risiken der Reduktion und der Zerstörung der Nistplätze gegenüber. Menschliche Aktivitäten wie das Hüten von Tieren und der Infrastrukturbau haben die Lebensumwelt der Schneeleoparden verstärkt gestört.“

Die menschlichen Aktivitäten haben auch den Lebensraum der hauptsächlichen Beutetiere der Schneeleoparden, wie Blauschafe, gedrückt. Laut Informationen gibt es in manchen Regionen um ein Vielfaches mehr Zugtiere als Wildtiere. „Wenn ein Futterrisiko kommt, greifen die Schneeleoparden vielleicht die Zugtiere an, was zur Rachejagd der Menschen führt.“

„Unvermeidbar ist, dass sich die meisten Areale der Schneeleoparden auf dem Hoch- und Bergland befinden, wo die Wirtschaftsentwicklung rückständig ist. Die Bevölkerung dort wurde noch nicht aus der Armut geholt. Die lokalen Regierungen stehen allgemein dem Mangel an Geldern und qualifizierten Mitarbeitern für den Schutz der Schneeleoparden gegenüber, was deren Schutz weiter bedroht.“

Laut Li Chunliang, dem Vizedirektor des Staatlichen Amtes für Forstwirtschaft und Steppen sowie der Verwaltung der Nationalparks, hat China in den vergangenen Jahren den „Aktionsplan für den Schutz von Schneeleoparden“ ausgearbeitet sowie umfassende, systematische Untersuchungsbeobachtungen und Basisforschung durchgeführt. Schutzpläne werden wissenschaftlich ausgearbeitet. Ein Schutzverwaltungssystem mit mehreren Formen wird vervollkommnet. Die Verletzungen von Wildtieren werden kompensiert. Der Aufbau der Fähigkeit der Strafverfolgungsbehörden wird verstärkt. Ein Bundesversammlungsmechanismus zwischen Ministerien auf Staatsebene gegen den illegalen Handel von Wildtieren wird aufgebaut und die internationale Zusammenarbeit auf mehreren Ebenen findet statt. Seit 2017 arbeitet China daran, aufgrund der 26 eingerichteten Naturschutzgebiete für Schneeleoparden Nationalparks aufzubauen, um auf größerem Raum strenge Schutzmaßnahmen für die Nistplätze von Wildtieren wie Schneeleoparden durchzuführen.

„Die derzeit im Testbau stehenden Nationalparks Sanjiangyuan, Qilianshan und ein Riesenpanda-Nationalpark bieten Wildtieren wie Schneeleoparden einen strengen Schutzraum von zirka 200.000 Quadratkilometern, was eine Schlüsselrolle für den Genaustausch, die Entwicklung und die Verbesserung der Nistplätze der Schneeleoparden spielt“, so Li.

„Der Schneeleopard ist nicht nur ein Star im Öko-System der Hochgebirge, sondern kann auch Botschafter der ‚Seidenstraßen-Initiative‘ sein.“ Der Meinung der Experten nach ist es eine ideale Situation für den Schutz der Schneeleoparden, dass die Gesundheit und Vollständigkeit der Struktur und Funktion der Schneeleoparden und ihres Öko-Systems sichergestellt wird, während die lokalen Einwohner davon profitieren und eine bessere Entwicklung bekommen können.

(Redakteur: Daniel Yang)

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