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Deutscher Journalist: Das wahre Gesicht des Dalai Lamas

Datum: 01.08.2012, 13:45 Quelle: www.taz.de

Christian Y. Schmidt

Der chinesische Staatsbürger Tenzin Gyatso alias Dalai Lama Nr. 14 hat schon früher Statements abgegeben, die an seiner Zurechnungsfähigkeit zweifeln ließen.
 
So behauptete er 1987 vor dem Menschenrechtsausschuss des US-Kongresses, die chinesische Regierung habe einen „Holocaust an unserem Volk begangen“. Mit „unserem Volk“ waren die Tibeter gemeint, die Gyatso manchmal auch die „tibetische Rasse“ nennt.
 
War also der Mann, der sich von aller Welt als „Seine Heiligkeit“ titulieren lässt, schon in der Vergangenheit nicht ganz dicht, so häufen sich in letzter Zeit die Ausfälle. Während andere hohe Würdenträger des tibetischen Buddhismus wie der Karmapa Ogyen Trinley Dorje immerhin ihre Anhängerschaft dazu aufgefordert haben, die momentan in den tibetischen Siedlungsgebieten Chinas laufende Selbstverbrennungsserie zu beenden, denkt der Dalai Lama nicht daran, Ähnliches zu erklären. „Wenn ich mich da einmische“, sagte er der BBC, „ist mein (im letzten Jahr verkündeter, d. Red.) Rückzug aus der Politik bedeutungslos.“
 
Das hindert ihn allerdings nicht, die Selbstmörder – unter ihnen siebzehn- und achtzehnjährige Jugendliche – für ihren „sehr großen Mut“ zu loben und ihre Taten damit zu rechtfertigen, in Tibet fände „irgendein kultureller Genozid statt“ („some kind of cultural genocide“).
 

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