Thema:

Zugehörigkeit Tibets und Multinationaler Staat

Datum: 21.12.2014, 11:41 Quelle: China Tibet Online

Die „tibetische Exilregierung“ und die „anti-chinesischen Kräfte im Westen“ versuchen seit langem mit dem Argument, dass die Tibeter  eine eigene Sprache, Kultur und Religion hätten, die westlichen Medien irrezuführen, damit die Menschen im Westen zu einem falschen Bild bezüglich der Zugehörigkeit Tibets kommen.Prof. Shi Shuo, Vizedirektor des chinesischen Tibetologie-Instituts der Universität Sichuan, hat neulich im Interview mit Tibet.cn vom Standpunkt "China ein einheitlicher, multinationaler Staat sei" erklärt, wieso Tibet zu China gehört.

Shi Shuo meint, dass es Nationalstaaten und  Vielvölkerstaaten gebe.So sei zum Beispiel Japan ein Nationalstaat und die USA seien ein Vielvölkerstaat. In  Vielvölkerstaaten sei es gang und gäbe, dass jede Volksgruppe ihre eigene Sprache, Kultur und Religion habe. Beispielsweisen seien die Einwohner von Québec in  Kanada  häufig Nachkommen französischer  Einwanderer. Ihre Alltagssprache sei Französisch. Dies unterscheide sie von den anderen, englischsprachigen Regionen Kanadas. Darüber hinaus unterschieden sich  auch die Kultur und Gebräuche sehr von denen der anderen Provinzen Kanadas. Trotzdem sei es internationaler Konsenz, dass Québec eine Provinz Kanadas sei.

Zum Thema der Kategorisierung von Staaten und der Entstehung des Vielvölkerstaates“, erklärte Shi Shuo, dass der Begriff des Nationalstaats zum Anfang des 20. Jahrhunderts vom Westen her nach China gekommen sei. Der damalige Revolutionär Sun Yat-sen hat die Theorie der „Koexistenz der fünf Volksgruppen“  postuliert, in der er ausgeht, dassChina ein Land sei, das aus Han-Chinesen, Mandschu, Mongolen und Hui-Chinesen bestehe. Doch schnell habe er bemerkt, dass die zentralen Hochebenen Chinas nicht  mit der  Han-Dynastie gleich gesetzt werden können. China könne nicht eine Nationsein, in der  nur eine Volksgruppe lebt. Wenn man auf die Geschichte des chinesischen Volkes zurückblickt, hat jede Volksgruppe ihre eigenen Interessen. Daher kann nur durch ein Bündnis und den Zusammenschluss aller Volksgruppen ein Staat gegründet werden. Daher hat China in der darauffolgenden Hälfte des letzten Jahrhunderts den anti-faschistischen Krieg und den Befreiungskrieg geführt, bis das endgültige Territorium des heutigen Chinas  feststand. China ist ein einheitlicher Vielvölkerstaat ,  der aus 56 Volksgruppen besteht.

Daher glaubt Professor Shi Shuo, dass die Zugehörigkeit Tibets zu China völlig legitim sei.

Der obige Text spiegelt die Ansichten des Autors wider, nicht notwendigerweise die von Tibet.cn. 

(Editor:Soong)

 

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