Thema:

Tibetische Region von Sichuan verwirklicht kostenlose 15-jährige Bildung

Datum: 03.04.2015, 08:44 Quelle: China Tibet Online

Das Unterrichtsgebäude der Mittelschule Barkam

Das Unterrichtsgebäude der Mittelschule Barkam

Zurzeit hat die tibetische Region der Provinz Sichuan bereits eine umfassende kostenlose 15-jährige Bildung ermöglicht, die sich vom Kindergarten bis zur Oberschule erstreckt.

„Unser Ziel besteht darin, ein erstklassiges Bildungswesen in der tibetischen Region aufzubauen. Dies beinhaltet Bereiche wie Internat, Vorschule etc.“ Während des Nationalen Volkskongresses (NVK) und der politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes (PKKCV) dieses Jahres sagte Yexei Dawa, Gouverneur des Autonomen Bezirks Garzê in einem Interview mit Tibet.cn: „In unserer Gemeinde gibt es keine Kindergärten. Nun wird gerade einer gebaut.“ Wir werden dafür sorgen, dass alle 325 Gemeinden jeweils einen Kindergarten haben. Ab diesem Jahr werden der Bezirk und der Kreis echte kostenlose Bildung verwirklichen.“
Seit dem neuen Frühlingssemester im März dieses Jahres hat der Autonome Bezirk Garzê über 22 Millionen Yuan (etwa 3,3 Millionen Euro) investiert, damit die mehr als 11.000 Oberschüler, die im Bezirk die Schule besuchen, kostenlose Bildung genießen können. „Ich freue mich sehr über diese Politik eines kostenlosen Bildungswesens. Sie entlastet meine Familie sehr“, sagte Zheng Kaixue, Oberschülerin der zweiten Klasse der Mittelschule Kangding in Garzê im Interview. Die über 1000 Yuan (rund 150 Euro) Schul- und Lehrbuchkosten für dieses Semester müssen wir nicht mehr bezahlen.“

Im Autonomen Bezirk Ngawa der Tibeter und Qiang wurde schon im Jahr 2013 das 15-jährige Bildungssystem aufgebaut. Tan Ke, Direktor des Bildungsamtes des Bezirks Ngawa, sagte, „Die Umsetzung der Pläne für 15-jährige kostenlose Bildung hat das Bildungswesen der nationalen Minderheiten sehr vorangetrieben. Vor allem hat sich die Anzahl unserer Vorschüler verdoppelt. Außerdem ist unsere neunjährige Schulpflicht auch verstärkt worden. Darüber hinaus ist die Bildung der Oberschule auch optimiert worden.“

Seit der Umsetzung der Politik vor zwei Jahren wurde vielen Kindern von Familien mit ärmeren Verhältnissen dabei geholfen, wieder zur Schule zu gehen. Die kostenlose 15-jährige Bildung hat Ga'er Yuchu, Schülerin der Mittelschule Barkam in Ngawa, von ihren Sorgen befreit. Außerdem sagte sie, „Ich hoffe, dass ich mich in besseren Bildungseinrichtungen weiterqualifizieren kann, um meinen Horizont zu erweitern. Nun habe ich das Gefühl, dass ich meinem Traum immer näher komme.“

Bis Ende 2014 hat der Bezirk Ngawa mehr als 800 Millionen Yuan (etwa 12 Millionen Euro) investiert, um über 26.000 Kindern in Kindergärten Pflege- und Unterrichtskosten zu erlassen und ihnen Mittagsessenzuschüsse zur Verfügung zu stellen; den über 94.000 Schülern im Rahmen der neunjährigen Schulpflicht wird die Maßnahme der „Drei Erlässe und eines Zuschusses“ angeboten; den mehr als 15.000 regulär eingeschriebenen Oberschülern werden Schul- sowie Lehrbuchkosten erlassen; die über 2900 Berufsschüler werden von Schulkosten befreit.

Es heißt, dass die sechs großen Projekte zur Verbesserung des Wohlstands der breiten Bevölkerung außer der kostenlosen Bildung noch den Bau neuer Wohnräume für landwirtschaftliche Nomaden, Gesundheitswesen, soziale Sicherung, kulturelle Entwicklung sowie Prosperität, Armutsbekämpfung usw. abdecken würden. Dieses Jahr wird die Provinz Sichuan weitere 5,3 Milliarden Yuan (etwa 795 Millionen Euro) investieren, um das Leben der Bevölkerung der tibetischen Regionen weiter zu verbessern. Am 24. März war vom Verwaltungsbüro der tibetischen Regionen des Komitees der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) der Provinz Sichuan und dem Komitee zu Entwicklung und Reform der Provinz zu erfahren, dass in den drei Jahren seit dem Start der sechs großen Projekte zur Verbesserung des Wohlstands der breiten Bevölkerung der tibetischen Regionen bis zum Ende dieses Jahres insgesamt 17 Milliarden Yuan (etwa 2,55 Milliarden Euro) investiert worden seien.

Weiterführende Lektüre

Li Keqiang: Verbesserung der Bildungseinrichtungen aller Art der Gebiete der nationalen Minderheiten

Am Vormittag des 5. März hat die Eröffnungssitzung der dritten Versammlung des 12. NVKs in der Großen Halle des Volkes stattgefunden. Chinas Ministerpräsident Li Keqiang hat dort den Bericht zur Regierungsarbeit verlesen. Li Keqaing meint, dass die Aufnahmequote bei der Hochschulaufnahmeprüfung Zentral- und Westchinas sowie von bevölkerungsreichen Gebieten durch die Unterstützung der Entwicklung des tertiären Bildungsbereichs in Zentral- und Westchina in Form von 1:1-Partnerschaft erhöht werden solle. Überdies sollen Bildungsbereiche wie Sonderschulen, Vorschulen, Weiterbildung sowie alle Bildungsbereiche der Gebiete der nationalen Minderheiten gefördert werden.

Li Keqiang sagte, dass die Bildung die heutige Aufgabe und die morgige Hoffnung sei. Man müsse darauf bestehen, den Menschen Moral zu lehren. Des Weiteren müssten das soziale Verantwortungsbewusstsein, der Innovationsgeist sowie die pragmatische Fähigkeit der Schüler verbessert werden. Dadurch würden Arbeiter und Nachwuchs des Sozialismus mit chinesischen Besonderheiten ausgebildet. Die umfassend geplante Reform im Bildungsbereich, die umfassende Hochschulreform sowie die Reform der Prüfung und Aufnahme von Schülern der Provinzregierung würden ausgeweitet. Überdies solle der genormte Aufbau der Schulen mit Schulpflicht beschleunigt werden. Weiterhin solle die Infrastruktur der schwachen Schulen sowie Internate verbessert werden. Ferner wird die Maßnahme des Schulbesuchs der Kinder von Wanderarbeitern an Orten, zu denen die Wanderarbeiter ziehen, in die Tat umgesetzt werden. Zusätzlich dazu sollten die Maßnahmen zum weiteren Schulaufstieg optimiert werden.

Li Keqiang sagte, dass das moderne Berufsbildungssystem umfassend gefördert werden solle. Er meint, dass die Aufnahmequote bei der Hochschulaufnahmeprüfung Zentral-  und Westchinas sowie von bevölkerungsreichen Gebieten durch die Unterstützung der Entwicklung des tertiären Bildungsbereichs in Zentral- und Westchina in Form von 1:1-Partnerschaft erhöht werden solle. Weltweilt erstklassige Universitäten und Disziplinen müssen aufgebaut werden. Überdies sollen Bildungsbereiche wie Sonderschulen, Vorschulen, Weiterbildung sowie alle Bildungsbereiche der Gebiete der nationalen Minderheiten auch gefördert werden. Vorangetrieben werden soll die gesunde Entwicklung der privaten Bildungseinrichtungen. Um die privaten Bildungseinrichtungen zu verbessern, muss man ausreichend Investitionen garantieren und, dass jeder Cent angemessen ausgegeben wird. Die vertikale Bewegung der Schüler des Landes sowie ärmerer Regionen muss glatt gestaltet werden, damit jede Person die Chance hat, durch Bildung sein eigenes Schicksal zu ändern.

Das grüne Buch schlägt vor: Die Schulpflicht während des 13. Fünf-Jahres-Planes soll zur Oberschule verlängert werden.

Das vom Forschungsinstitut zu Demografie und Arbeitsmarkt der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften veröffentlichte „Grüne Buch zu Demografie und Arbeitsmarkt: Bericht zu Chinas Problemen hinsichtlich Bevölkerung und Arbeitsmarkt Nr. 15“ verweist darauf, dass das Problem des Schwindens der Oberschulbildung bereits offensichtlich gravierend sei, weil die Oberschulbildung nicht in die Schulpflicht aufgenommen worden sei. Dies führe zur Verschwendung von Bildungsressourcen wie Bildungsinfrastruktur, Lehrpersonal usw. Der Bericht legt nahe, dass die Schulpflicht zur Oberschulphase verlängert werden sollte. So könne man die wirtschaftliche Effizienz verbessern und vergleichsweise gute Profite vom Arbeitsmarkt erhalten. In Anbetracht des Prinzips, dass die Investitionen in die Arbeitskräfte früher als die Veränderungen der wirtschaftlichen Struktur durchgeführt werden sollten, gelte es als genau richtig, dass die Schulpflicht während des 13. Fünf-Jahres-Planes zur Oberschulphase verlängert werde. (Der obige Inhalt ist ein Ausschnitt von den Nachrichten des zentralen chinesischen Volkes, Xinhaunet, Tibet.cn, Chinanews.com und der Sichuan Daily.)

Auch interessant

MeistgelesenMehr>>

Geschichte TibetsMehr>>

640.jpg
12345