Thema:

Kognitive Funktion des Gehirns hat wohl kritischen Punkt der Höhenanpassung

Datum: 14.06.2018, 14:58 Quelle: China Tibet Online

Das Hochlands-Neurowissenschaftszentrum der Uni Tibet verlautete vor kurzem, dass die kognitive Funktion des menschlichen Gehirns ab etwa 4.000 m einen kritischen Punkt zur Anpassung an Höhenlagen hat.

Dr. Zhang Delong von der Akademie für Neurowissenschaft und Rehabilitation der Pädagogischen Huanan-Uni erklärt, dass er 2016 mit dem Vize-Leiter des Hochlands-Neurowissenschaftszentrum der Uni Tibet Ma Hailin die kognitive Funktion des Gehirns im Hochland erforschte. Sie wählten insgesamt über 120 tibetische Studenten aus, die auf 3.000 m, 3.700 m oder 4.200 m aufgewachsen sind, für Tests aus. Die Ergebnisse zeigen, dass die Aufmerksamkeit der auf über 4200 m geborenen Studenten deutlich abweicht und der Aufmerksamkeits- und Reaktionsmethode von Frühgeborenen ähnelt.

Zhang Delong meint: "Diese Forschung zeigt aus der Sicht der Kognitionsfunktion, dass die Kognition des menschlichen Hirns vielleicht bei etwa 4.000 m einen kritischen Punkt erreicht. Ab dieser Höhe haben auch gut angepasste Tibeter einige Schwierigkeiten."

Ma Hailin erklärt, dass diesen März wieder aus den drei Gebieten 600 tibetische Studenten gewählt wurden, um durch Fragebögen ihre visuelle Vorstellungskraft zu erfassen. Außerdem hat das Zentrum 2.000 Studenten verschiedener Gebiete aus niedrigen Höhenlagen gewählt.

Beim Vergleich der Testergebnisse zeigt sich, dass die visuelle Vorstellungskraft der Studenten unter den gewählten Studenten niedriger Höhenlagen liegt.

Zhang Delong meint, dass die Forschung aus der Perspektive der Aufmerksamkeitsfunktion zeigt, wie verschiedene Gruppen in unterschiedlichen Höhenlagen hinsichtlich ihrer kognitiven Funktionen abweichende Veränderungen erfahren. Diese Ergebnisse bieten wissenschaftliche Hinweise für einen Einfluss der Höhenumwelt auf das Gehirn, was Forschung über den Einfluss von Höhenlagen auf physische Funktionen ergänzt. Entsprechende Forschungsergebnisse wurden bereits in der Tochterzeitschrift "Scientific Reports" der renommierten internationalen Forschungszeitschrift "Nature" veröffentlicht. 

 

Quelle: chinanews.cn

Übersetzt von China Tibet Online

Redakteur: Li Hongqing   

Auch interessant

MeistgelesenMehr>>

Geschichte TibetsMehr>>

640.jpg
12345