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Entwicklung der Öko-Tierhaltung in tibetischem Gebiet Qinghais zeigt erste Erfolge

Datum: 26.06.2018, 10:22 Quelle: China Tibet Online

Golog liegt im Herzland des Qinghai-Tibet-Plateaus an der Quelle des Gelben Flusses. Hier ragen Schneeberge in die Höhe und überall fließen Flüsse. Die Fläche des Kerngebiets des Sanjiangyuan-Nationalparks erreicht 700.000 ha. Seit langem ist die Viehzucht die Haupteinnahmequelle der Einwohner. Doch durch Überweidung und Umweltzerstörung ist das Weideland schlimm erodiert, wodurch die Hirten nur schwer der Armut entkommen.

"2008 hatten die 224 Hirten des Dorfs ein Durchschnittseinkommen von 570 Yuan (etwa 76 Euro). Im letzten Jahr schüttete die Genossenschaft jedem Hirten fast 10.000 Yuan (etwa 1.300 Euro) aus. Zan Zhong meint, dass sich die Transformation des Dorfs auf die Entwicklung der Öko-Viehzucht zurückführen lasse.

2008 begann Qinghai mit der Erprobung eines Viehzucht-Entwicklungsmodells dessen Kern die Aktiengesellschafts-Transformation mit Umweltschutz als wichtigstem Faktor ist.

Ganglong ist ein Hirtendorf auf 3950 m Höhe. Zan Zhong erklärt: "Im Dorf gibt es viel Steppenfläche und schwarzen Sand, aber nur wenige natürliche Weideflächen." Seit 2008 nutzte Ganglong Subventionen, um alle Dorfsressourcen in eine Aktiengesellschaft zu übertragen und eine Genossenschaft für Öko-Viehzucht zu errichten, um intensivierte Entwicklung durchzuführen.

In Golog gibt es mittlerweile 107 Genossenschaften für Öko-Viehzucht wie in Ganglong. Die Entwicklung der Öko-Viehzucht transformierte das Leben der Bewohner.

In der solchen Genossenschaft in Xiadawu, Golog, freut sich der Hirte Rebao beim Gespräch über die Veränderungen des Lebens. Rebao ist im Dorf als Armer registriert. Früher war er Wanderarbeiter und Nomade, konnte aber für seine Familie pro Jahr nicht mal 8000 Yuan (etwa 107 Euro) verdienen. "Jetzt arbeite ich für die Genossenschaft und kann pro Jahr über 30.000 Yuan (etwa 4.000 Euro) verdienen. Dazu gibt es noch Subventionen vom Staat, sodass man im Jahr 50.000 Yuan (etwa 6.700 Euro) haben kann." Rebao meint, dass er sich um Unterkunft und Verpflegung nun keine Sorgen mehr muss und nun nur hofft, dass seine Tochter gut lernen kann, um aus den Bergen rauszukommen.

Die tibetische Seniorin Gade hat sich vom Nomadenleben verabschiedet und eine feste Wohnung bezogen. Sie meint, dass die Genossenschaft von Dari, Golog, ihrem Leben stabiles Glück besorgt habe. "Früher waren wir eine Nomadenfamilie, hatten kein festes Einkommen und das Leben war hart. Jetzt arbeite ich in der Genossenschaft als Hirtin und Melkerin. Jeden Monat kann ich über 1000 Yuan (etwa 130 Euro) verdienen. Das Leben in der Familie hat sich stabilisiert."

Gade bleibt zuversichtlich: "Die Umwelt ist das wichtigste. Wenn die Umwelt gut ist, ist die Viehzucht gut. Und wenn die Viehzucht gut ist, geht's uns gut."

Daten des Grasüberwachungsamts von Qinghai zeigen, dass sich mit der großen Förderung der Öko-Viehzucht in den letzten fünf Jahren die von Rattenplagen betroffenen Wiesen um 21,66% gesunken sind und auch die rattengefährdeten Gebiete um 14,99% zurückgegangen seien. In den letzten 3 Jahren ist die Vegetationsbedeckung in Golog von 57,77% auf 60,62% gestiegen und die Fläche schwarzen Sandes ist von 174 ha 2013 auf 164 ha gesunken.

 

Quelle:Chinatibetnews.cn

Übersetzt von China Tibet Online

Redakteur: Li Hongqing  

 

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