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Teeduft bei Armutsbekämpfung

Datum: 10.07.2018, 08:58 Quelle:

Wenn man ins Dorf Hezha des Kreises Mêdog in Tibet kommt, riecht man einen starken Teeduft. In diesem Dorf, wo früher nur Mais angebaut wurde, hat man am Bergland am Brahmaputra über 450 Teeplantagen eingerichtet.

“Ehrlich gesagt wusste ich vor vier oder fünf Jahren nicht mal, wie Teesträucher aussehen,“ sagte die 27-jährige Frau Dechen Lhamo der Monba, als sie im Teegarten fleißig arbeiteten, dem Reporter. „Die Teepreise werden nach der Qualität festgelegt. Händler bezahlen beim Ankauf für jeweils 500 Gramm 100 bis 200 Yuan (rund 12,85 bis 25,70 Euro). Außerdem zahlt mir das Dorf jeden Tag 200 Yuan (etwa 25,70 Euro) als Lohn aus.“

Mêdog befindet sich im Binnenland des Brahmaputra. Dort ist es feucht und neblig. Seine Höhe ist gemäßigt. Aus diesen Gründen kann man dort gut Tee anbauen. Da es lange Zeit nicht ans Straßennetz angebunden war, hat sich die hiesige Bevölkerungprimitive Landwirtschaft betrieben. Sie haben nur Mais, Eleusinecoracana Gaertn usw. als Nahrungsmittel angebaut. 2012 hat das Dorf Lagong mit der Unterstützung des Helferteams der Provinz Guangdong als erster Ort auf einer Fläche von 90 Mu (etwa 3,33 Hektar) versuchsweise Tee angebaut. Nachdem das erfolgreich war, hat der Kreis Mêdog im nächsten Jahr in vielen Gebieten die Entwicklung der Teegärten gefördert.

“500 Gramm verarbeiteter Mêdog-Tee kostet mindestens 700 Yuan (etwa 90 Euro). Auf unseren Feldern mit einer Fläche von 8 Mu (rund 0,53 Hektar) an Bergen wurde Tee angepflanzt. Letztes Jahr hatten wir ein Nettoeinkommen von über 40.000 Yuan (etwa 5137 Euro) erzielt“, sagte der Dorfbewohner Tenzin Phuntsok. Sie haben im Jahr 2014 mit dem Teeanbau begonnen. Vor zwei Jahren haben sie sich aus der Armut befreit.

Die besonderen Boden- und Klimabedingungen haben zur guten Qualität des Tees aus Mêdog geführt. Kurz nach dem Marktauftritt erfreut er sich großen Zuspruchs. Auf der siebten Internationalen Teemesse in Sichuan Chinas im Mai dieses Jahres wurden der schwarze und grüne Tee aus Mêdog jeweils mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

“Wir verbinden Tee mit dem Tourismus. Die Bewohner pflanzen nicht nur Tee an, sondern können auch vom Tee leben. Touristen können das Teepflücken, die Verarbeitung von Tee usw. erleben. Dies zieht die Bauernpensionen in der Umgebung mit.“

Quelle: Xinhua.net

(Redakteur: Daniel Yang)

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