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Renmin Ribao: Die USA privatisieren das öffentliche Internet

Datum: 13.06.2019, 09:49 Quelle: German.cri.cn

Beijing

In der Mittwochsausgabe der chinesischen Volkszeitung „Renmin Ribao" ist ein Artikel mit dem Namen „Monopol der Anlagen, Überwachung der Welt – Die USA privatisieren das öffentliche Internet" veröffentlicht worden.

Der Artikel bezieht sich darauf, dass vor kurzem die USA China verleumdeten und chinesischen Telekommunikationsanlagen Sicherheitsrisiken vorgeworfen haben. Ihr Grund dafür sei, dass chinesische Unternehmen wie Huawei, Hikvision und Dji in ihren Produkten sogenannten „Hintertüren" platziert haben könnten, um der chinesischen Regierung Zugriff darauf zu gewähren. Doch die USA konnten bisher keine substanziellen Beweise dafür liefern.

Ein altes chinesisches Sprichwort besagt, man solle andere immer zuerst an sich selbst messen. Dies sollte den USA etwas zu bedenken geben, da sie seit jeher eigene Vorteile bei der Telekommunikation und Informationstechnik ausnutzten und den globalen Informationsaustausch überwachten, hieß es in dem Artikel.

Wie bereits Glenn Greenwald, Journalist bei der britischen Zeitung „The Guardian", erklärte, installieren die US-Geheimdienste Überwachungs-Software auf Routern und Servern, die von US-Anbietern an internationale Kunden geliefert werden. Mit neuer unversehrter Umverpackung verschickten die Geheimdienste die Router dann an den Endkunden, fügte der Artikel im Renmin Ribao hinzu. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete bereits 2013, dass US-Geheimdienste ein Abkommen mit dem Unternehmen für Computersicherheit, RSA, im Wert von über zehn Millionen US-Dollar abgeschlossen habe. Demnach forderten die Geheimdienste das Unternehmen dazu auf, in den Verschlüsselungen der mobilen Endgeräte Hintertüren zu platzieren. Der RSA-Skandal sei schockierend, da man es mit einem der führenden Unternehmen für Informationssicherheit zu tun habe. Bereits seit vielen Jahren versuchten die USA westliche Institutionen davon zu überzeugen, dass die Internetanlagen des chinesischen Unternehmens Huawei Hintertüren als Risiko in sich tragen. Doch genau das sei es, was die US-Geheimdienste selbst machten, berichtet Greenwald mit Ironie.

Im Artikel des Renmin Ribao wurde eine Analyse von dem US-Internetportal „Business Insider" zitiert. Der Grund für die US-Behauptung von Sicherheitsrisiken in chinesischen Telekommunikationsgeräten liege demnach in der US-Angst vor dem Verlust der Kontrolle über die Telekommunikationsinfrastruktur, heißt es in der Mittwochsausgabe des Renmin Ribao.

(Redakteur: Daniel Yang)

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