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Reisen in Tibet – Das Yangbajain-Erdwärmefeld

Datum: 18.11.2013, 14:57 Quelle: China Tibet Online

Reisen in Tibet – Das Yangbajain-Erdwärmefeld
Das Yangbajain-Erdwärmefeld. [ Foto aus www.tplover.com]

Das Yangbajain-Erdwärmefeld liegt im Kreis Damxung, am Südhang des Nyainqentanglha, 89 km nordwestlich von Lhasa.

Das Yangbajain-Erdwärmefeld ist weltweit bekannt. Es ist das größte und am frühesten erschlossene Erdwärmefeld in Tibet. Für die Erzeugung der hier durch natürliche Erdwärme abgegebenen Energie müsste man 4,7 Millionen Tonnen Kohle verbrauchen. In Yangbajain steht das größte Erdwärmekraftwerk Chinas. Bevor das Yamzhog Yumco-Pumpspeicherwerk erbaut wurde, hat dieses Erdwärmekraftwerk über vile Jahre hinweg wesentlich zur Deckung des Energiebedarfs beigetragen. Es wird gänzlich mit Erdwärme betrieben und arbeitet sehr rentabel.

Das Erdwärmefeld Yangbajain befindet sich im Hochlandbecken und ist 40 km2 groß. Das ganze Jahr hindurch sprudelt 70℃ heißes Wasser aus der Quelle, von der ständig Dampf aufsteigt. Am eindrucksvollsten ist es, wenn die Quelle Gas ausstößt. Wird das Schleusentor geöffnet, spritzt kochend heißes Wasser empor und siedend heißer Dampf steigt hundert Meter hoch in den Himmel. Das dabei entstehende Geräusch kann man bereits in 5 km Entfernung hören und beim Näherkommen gibt es eine großartige Szenerie zu bestaunen. Der schneebedeckte Nyainqentanglha und die üppigen Hochlandweiden bilden zusammen eine einzigartige Landschaft.

Die heißen Quellen sind besondere Anziehungspunkte. Es ist sicher verlockend, in einer heißen Quellen in 4200 m Höhe zu baden oder zu schwimmen. In den heißen Quellen gibt es viele Mineralien, die gengen Erkrangkungen des Magens, der Nieren, der Haut, der Gelenke und anderes helfen können. Die ständige Entwicklung der Wissenschaft ermöglicht es jetzt der tibetischen Bevölkerung, die Erdwärme auch beim Gemüseanbau, für die Fischzucht oder zum Heizen der Häuser zu nutzen.

Aus dem Buch „Sachbuchreihe: Tatsachen über Tibet - Reisen in Tibet“ vom Autor An Caidan.

(Editor:Sofie)
 

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