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Die riesigen Veränderungen der zivilen Luftfahrt in Tibet

Datum: 09.10.2018, 09:00 Quelle: China Tibet Online

In den vergangenen Jahren hat sich die zivile Luftfahrt in Tibet schnell entwickelt, so dass die lokale Bevölkerung besser, praktischer und schneller reisen kann. Im Mai dieses Jahres haben die Fluggesellschaften Tibet und Chengdu eine Fluglinie von Lhasa nach Wuhan eröffnet. Bisher bieten zehn Fluggesellschaften 86 in- und ausländische Flüge nach Tibet an, die 47 Städte miteinander verbinden. Ein Luftverkehrsnetzwerk, das mit Lhasa als Zentrum die umgebenden großen und mittleren Städte abdeckt, hat sich gebildet.

„1986 gab es in Tibet noch keine Zugstrecken. Die Lehrer nahmen uns von Lhasa aus mit. Nach einer sieben Tage langen Autofahrt erreichten wir Chongqing. Dann kamen wir nach einer siebentägigen Schifffahrt in Hubei an.“ Dies sind Erinnerungen eines tibetischen Existenzgründers in Wunan, Sinam Tenzin Quphel, an seine erste Reise vor 32 Jahren. Damals verließ er zum ersten Mal seine Heimat und reiste zum Lernen in der „Tibet-Klasse“ nach Zentralchina.

„Viele Menschen litten während der Fahrt an Reiseübelkeit und mussten erbrechen.“ Sinam Tenzin Quphel sagt, mittlerweile gebe es zwischen Tibet und Hubei schon Direktflüge. Die Reise zwischen beiden Regionen sei sicherer und praktischer.

Der Flughafen Lhasa-Damxung ist der erste Flughafen Tibets. Zu Baubeginn mangelte es in Tibet an Gütern und Materialien, und die Bedingungen waren schlecht. Die Bauarbeiter trugen die Baustoffe auf ihren eigenen Schultern und Rücken. Es dauerte nur ein halbes Jahr, bis man die erste einfache Start- und Landebahn auf der Damxung-Steppe mit der Höhenlage von 4230 Metern geebnet hatte.

Im Mai 1956 flog ein vom Pilot der chinesischen Luftwaffe gesteuertes Frachtflugzeug über das „Dach der Welt“ und öffnete damit in Tibet das Tor zur Luftfahrt. Dann wurde Tibets zivile Luftfahrt fast zehn Jahre lang erforscht. Im März 1965 wurde die Station Lhasa der zivilen Luftfahrt gegründet. Die Fluglinie Beijing-Chengdu-Lhasa wurde offiziell in Betrieb genommen, womit die „goldene Luftbrücke“, durch die die Bevölkerung verschiedener Nationalitäten von Tibet ins ganze Land reist, geschlagen wurde.

Dechen Yangzom ist Chinas erste tibetische Stewardess. Im Alter von drei Jahren zog sie mit ihren Eltern nach Beijing. Seit ihrer Kindheit ist sie ein häufiger Flugpassagier zwischen der Hauptstadt und ihrer Heimat. Dechen Yangzom sagt, im Vergleich zu dem primitiven Flughafen in den 1970er Jahren verfüge der Flughafen Gonggar heute schon über internationale Fluglinien und vergrößere sich ständig. Die tibetische zivile Luftfahrt habe riesige Erfolge erzielt.

Statistiken zufolge konnte die tibetische zivile Luftfahrt zu Beginn der Reform und Öffnung jährlich rund 60.000 Passagiere transportieren. 2006 hat diese Zahl zum ersten Mal eine Million überschritten. 2017 lag sie bei 4,5 Millionen, was einem 75-fachen Anstieg im Vergleich zum Anfang der Reform und Öffnung entspricht.

Quelle: chinanews.com

(Redakteur: Daniel Yang)

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