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Die alte Tee-Pferde-Straße: Jahrtausend alte Seidenstraße unter dem Pferdehuf

Datum: 28.11.2018, 09:55 Quelle: China Tibet Online

Zwischen dichten Bäumen schlängelt sich eine alte mysteriöse Straße. Es handelt sich um die weltweit höchste, schwierigste und weiteste Handelsstraße aus alter Zeit – die alte Tee-Pferde-Straße. Die Straße ist völlig von Pferdehuf und Kutscher Schritt für Schritt erschlossen worden. In vielen Abschnitten gibt es nur Pfade an den steilen Klippen.

Die alte Tee-Pferde-Straße ist die älteste Außenhandelsstraße in der chinesischen Geschichte. In der antiken Zeit existierte sie als ein wichtiger volkstümlicher internationaler Handelskanal. Es handelte sich um einen Korridor, der die beiden großen ethnischen Kulturgürtel Hengduan-Gebirge und Himalaya-Gebirge miteinander verband. Die Ost-West-Tee-Pferde-Straße kreuzte sich mit der Süd-Nord-Seidenstraße im Südwesten. Manche Teile der beiden Straßen haben sich ineinander integriert. Die Pferde-Clique war der Transportträger und fuhr in den Regionen des Hengduan-Gebirges in Tibet, Sichuan und Yunnan sowie in den Einzugsgebieten der Flüsse Jinsha, Lansang und Nujiang durch. Sie war auch ein Korridor für den Wirtschafts- und Kulturaustausch der Nationalitäten in Südwestchina.

Historischen Aufzeichnungen zufolge entstand die alte Tee-Pferde-Straße in der Han-Zeit vor mehr als 2000 Jahren. Die früheste Ausfuhr des chinesischen Tees blickt auf die Zeit der Nord- und Süd-Dynastien zurück. Die alte Tee-Pferde-Straße bestand aus den beiden Linien Sichuan-Tibet und Yunnan-Tibet. Mit der Entwicklung des Grenzmarktes und der Inbetriebnahme der Seidenstraße in der Sui- und Tang-Zeit wurde der chinesische Tee in der Handelsform Tee-Pferde durch die Regionen Huihu und Xiyu nach Westasien, Nordasien und in die arabischen Länder transportiert. Unterwegs ging er durch Sibirien und erreichte schließlich das heutige Russland und die europäischen Länder.

Damit entstand im antiken südwestchinesischen Grenzgebiet auch der Tee-Pferde-Markt. So wurden Maultiere, Pferde, Pelz und Arzneimittel aus den tibetischen Regionen sowie Tee, Stoff, Salz und Gebrauchsartikel aus Sichuan, Yunnan und Zentralchina in den hohen Bergen und tiefen Tälern transportiert. Der Transport boomte mit der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung und formte eine sich bis heute streckende alte Tee-Pferde-Straße.

Seitdem der Tee in Tibet eingeführt worden ist, wird in diesem Gebiet die Gewohnheit des Tee-Trinkens bis heute beibehalten. Es gibt in den Regionen, durch die die alte Tee-Pferde-Straße geht, viele Nationalitäten und Sprachen. Zur Kommunikation bildete sich die südwestliche offizielle Sprache, die einen wichtigen Einfluss auf das chinesische Sprachsystem ausübt. Die alte Tee-Pferde-Straße im Südwesten war ein wichtiges Tor für den Verkehr und Austausch zwischen dem antiken China und West- und Südasien. Es handelt sich um eine riesige Plattform für den Wirtschafts-, Gesellschafts- und Kulturaustausch zwischen mehreren Nationalitäten, die in der Geschichte eine ruhmreiche Öffnung von Südwestchina nach außen hinterlassen hat.

Heute entwickelt sich der Meer-, Land- und Lufttransport schnell. Ihr Wert spiegelt sich viel wichtiger in der Kultur. Mittlerweile sind viele Knotenpunkte auf der alten Tee-Pferde-Straße zu den Städten entlang der „Seidenstraßen-Initiative“ geworden, die viele Touristen aus aller Welt anziehen, um diese alte Straße des Kulturaustausches zu erleben.

Quelle: China.org.cn

(Redakteur: Daniel Yang)

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