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Menschen, Landschaften und Spezialitäten helfen tibetischen Regionen in Gansu bei der Armutsüberwindung

Datum: 23.03.2020, 10:23 Quelle: China Tibet Online

Der Züchter Mi Cunguo wohnt im Dorf Duolong in der Gemeinde Dachaigou im Autonomen Kreis Tianzhu der Tibeter der Provinz Gansu. Vor kurzem haben neun arme Kreise in den tibetischen Regionen von Gansu, die zu den extrem armen Regionen Chinas zählen, allgemein die Armut überwunden.

Diese extrem armen Regionen umfassen Tibet, vier Regionen in Süd-Xinjiang, die tibetischen Regionen in vier Provinzen sowie den Autonomen Bezirk Linxia der Hui von Gansu, den Autonomen Bezirk Liangshan der Yi von Sichuan und den Autonomen Bezirk Nujiang der Lisu von Yunnan. Obwohl diese Regionen über die größten Schwierigkeiten bei der Armutsbekämpfung Chinas verfügen, gibt es dort auch tiefgreifende ethnische Sitten und Gebräuche, schöne natürliche Landschaften und zahlreiche leckere Spezialitäten.

Die Tianzhu-Steppe, auf der Mi Cunguo Pferde züchtet, zählt zu den hohen und kalten Gebirgsgegenden. Die dort lebenden Chakouyi-Pferde beherrschen den Passgang, und das Reiten darauf ist einfach. Seit den vergangenen Jahren mögen immer mehr Menschen im Zuge der Verbesserung der Lebensbedingungen Pferdezucht und Pferderennen. Jedes Jahr auf den verschiedenen großen und kleinen Pferderennen in Tianzhu und den Nachbargegenden sieht man Mi Cunguo, der sich gut mit Pferden auskennt.

Für die Schätzung des Wertes eines Pferdes hat Mi eigene Methoden. „Ich schätze nach dem Stil, der Farbe und dem Aussehen eines Pferdes seinen Wert. Jedes Jahr handele ich mehr als 100 Pferde. Das Nettoeinkommen beträgt mehr als 200.000 Yuan“, sagt er.

In Tianzhu sind die spezielle Viehzucht und der Anbau gute Methoden zur Bekämpfung der Armut. 2018 betrug das lokale verfügbare Pro-Kopf-Einkommen in den Dörfern mehr als 7500 Yuan.

Durch Fleiß werden Personen wie Mi Cunguo reich. Manche sind seit langem in der Tourismusbranche. Seit den vergangenen Jahren fördert der Autonome Bezirk Gannan der Tibeter stark die Umweltregulierung und hat „Null-Abfall im ganzen Gebiet“ erreicht. Die schönen Landschaften der tibetischen Regionen ziehen viele Touristen an, was das Leben der lokalen Einwohner verändert hat.

Der 52-jährige Qi Sanbao lebt in der Nähe des Landschaftsgebiets Yeli-Pass im Kreis Lintan des Autonomen Bezirks Gannan der Tibeter. „An einen großen Baum gelehnt, kann man sich gut ausruhen.“ Seit zehn Jahren ist er wegen der schönen natürlichen Landschaft des Landschaftsgebietes sowie eines zweistöckigen Hauses und einiger Tische im Agrotourismus tätig.

Durch mehrjährige Entwicklung hat Qi zwei weitere kleine Gebäude aufgebaut und ein Familienhotel mit fast 30 Standardzimmern eingerichtet. 2019 belief sich das Bruttoeinkommen seiner Familie auf mehr als 600.000 Yuan.

Statistiken zufolge sind über 17.000 Menschen im Autonomen Bezirk Gannan in der Tourismusbranche tätig. Der Anteil der Bevölkerung, die durch die Entwicklung der Tourismusindustrie stabil die Armut überwunden hat, macht 48 Prozent der gesamten aus der Armut geholten Bevölkerung aus. Mit Stand vom Juli 2019 hat Gannan 186 professionelle touristische Dörfer eingerichtet und 1112 Familien, die Agrotourismus betreiben, unterstützt.

Für den Touristen sind die schönen Landschaften in den tibetischen Regionen genauso wie die tibetischen Spezialitäten ein Fest für die Sinne.

Tashi bewirtschaftet ein tibetisches Restaurant in der Stadt Hezuo im Autonomen Bezirk Gannan. In der Hochsaison des Tourismus besuchen an einem einzelnen Tag mehr als 300 Gäste sein Restaurant. Tashi sagt, die Umwelt von Gannan werde immer besser und das Einkommen durch die Gastronomie immer höher. In den vergangenen Tagen habe die Coronavirus-Epidemie auf einmal das Geschäft beeinflusst. „Hier bei uns ist eine Region mit niedrigem Risiko. Mittlerweile desinfizieren wir das Restaurant. Wir sind davon überzeugt, dass das Geschäft so bald wie möglich wieder geöffnet wird.“

Gansu gehört zu den Provinzen, deren Aufgaben der Armutsüberwindung am schwersten sind. Unter den 86 Kreisen, Städten und Bezirken wurden 58 in die Liste der armen Kreise in den Regionen Liupan-Gebirge, Qinba-Gebirge und den tibetischen Regionen aufgenommen. Durch die Verstärkung der Investitionen und der Hilfe zur Armutsbekämpfung haben vor kurzem 31 Kreise von Gansu die Armut überwunden. Es gibt noch 175.000 Menschen in acht Kreisen, die in Armut leben.

Mittlerweile ist die Zahl der armen Menschen in der Provinz Gansu von 1,11 Millionen Ende 2018 auf 175.000 und die Armutsrate von 5,6 Prozent auf 0,9 Prozent gesunken. „Als Nächstes wird Gansu weiter die Qualität der Armutsbekämpfung erhöhen und die Erfolge der Armutsüberwindung festigen, einschließlich der Kreise in den tibetischen Regionen, die die Armutsüberwindung erreicht haben“, sagt Ren Yanshun, der Leiter des Amtes für die Armutsbekämpfung der Provinz Gansu.

Quelle: xinhuannet.com

(Redakteur: Daniel Yang)

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