Thema:
Startseite > Kommentar > Artikel

Information: Gegenwärtige Lage des Schutzes der Kulturgegenstände in Tibet

Datum: 18.05.2017,16:23:38 Quelle:China Tibet Online

Allmählich erscheint das ursprüngliche Aussehen des Klosters Samye nach vielen Jahren der Restaurierung wieder. Das Kloster Samye befindet sich am nördlichen Ufer des Flusses Yarlung Zangbo. Es handelt sich um das erste Kloster in Tibet, in dem es Buddha, Lehre und Mönch gibt. Deswegen wird Samye als der „Urahn der tibetischen Klöster“ bezeichnet. Es wurde vom Meister Padmasambhava auf Einladung des Tibet-Königs Trisong Detsen im 8. Jahrhundert errichtet.

1996 wurde das Kloster Samye in die Liste der geschützten Kulturgegenstände Chinas aufgenommen. Das Restaurierungsprojekt mit einer gesamten Investition von vielen Millionen Yuan begann im September 2010. Laut dem Direktor des tibetischen Amtes für Kulturgegenstände, Norbu Dondrup, sind die Ausgaben für den Schutz der Kulturgegenstände in Tibet kontinuierlich gestiegen. Im 13. Fünfjahresplan (2016-2020) betragen die Investitionen der Zentralregierung 1,84 Milliarden Yuan (240 Millionen Euro). Im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren sind sie um 84 Prozent gestiegen. Darüber hinaus werden jedes Jahr 70 Millionen Yuan für den Schutz der Kulturgegenstände ausgegeben.

Mehr als die Hälfte der Projekte sind vollendet worden

Seit den 1980er Jahren gibt China jedes Jahr besonderes Geld sowie Gold und Silber für die Reparatur, die Restaurierung und den Schutz der tibetischen Klöster aus. Außerdem wurden 6,7 Millionen Yuan, 111 Kilogramm Gold und über 2000 Kilogramm Silber sowie zahlreiche Juwelen verwendet, um die Opferhallen der Stupa des 5. bis 9. Panchen Lama zu restaurieren. Um die Opferhalle des Stupas des 10. Panchen Lama einzurichten, hat der Staat auf einmal 66,2 Millionen Yuan und 650 Kilogramm Gold ausgegeben. 1994 bezahlte China 20 Millionen Yuan für die Restaurierung des Klosters Ganden. 1995 nahm China den Potala-Palast, den Sommerpalast Norbulingka und das Kloster Sakya in die staatliche Liste der geschützten Kulturgegenstände auf und bietet ihnen seitdem finanzielle Unterstützung an.

Bisher sind 33 der 46 Schwerpunktprojekte für den Schutz der Kulturgegenstände in Tibet während des 12. Fünfjahresplans (2011-2015) vollendet worden. Zehn andere Projekte wie das Kloster Pelkhor in Shigatse werden derzeit noch durchgeführt.

Technik wird in den Schutz der Kulturgegenstände eingeführt

Die Wandgemälde auf dem alten Pilgerweg im Kloster Drepung, das sich an der Seite eines Berges am westlichen Vorort von Lhasa befindet, sind fertig restauriert worden.

Im Juli 2013 arbeitete das Palastmuseum mit dem Jokhang-Tempel zusammen, um eine vollständige und einheitliche Datenbank für die Kulturgegenstände im Jokhang einzurichten. „Für eine Buddha-Statue kann man mit zehn Bildern eine 360-Grad-Ansicht verwirklichen, damit sich der schönste Teil der Statue präsentiert“, sagt Luo Wenhua, der Direktor des Forschungsinstitutes für die Kulturgegenstände des tibetischen Buddhismus des Palastmuseums. Auf dem großen Bildschirm kann ein altes Wandgemälde um das Vier- bis Zehnfache vergrößert werden. Früher konnte man die Gemälde auf den Wänden im Jokhang kaum sehen. Nun sind die Farben, die Linien, die Gestalten der Figuren und sogar die sehr alten Schriftzeichen deutlich zu sehen.

1996 sind 380 Millionen Yuan in die Restaurierung des Potala-Palastes, des Jokhang-Tempels und des Norbulingka investiert worden. In den vergangenen 20 Jahren hat die Zentralregierung für den Schutz der Kulturgegenstände in Tibet insgesamt fast drei Milliarden Yuan ausgegeben, um mehr als 300 Rettungs- und Schutzprojekte durchzuführen.

108 Projekte für die kommenden fünf Jahre

Informationen zufolge werden in den kommenden fünf Jahren das neue Tibet-Museum, das Museum Nagqu und das Museum Ngari fertig eingerichtet. Die von dem Potala-Palast, dem Norbulingka und anderen vier Museen gesammelten Kulturgegenstände werden digitalisiert oder die Ausstellungen von ihnen werden erhöht.

Das Staatliche Amt für Kulturgegenstände hat festgelegt, in den kommenden fünf Jahren eine Reihe von archäologischen Untersuchungen in Tibet durchzuführen, ein archäologisches Labor für Tiere und Pflanzen einzurichten sowie die Restaurierungsprojekte für den Schutz der Wandgemälde durchzuführen. Bisher sind 108 Projekte festgelegt worden.

Autor: Lu Peifa von der Auslandsausgabe der People´s Daily

(Editor:Soong)

Menschen

Mehr>>
Förster auf dem Hochplateau Tibet: Nomadenunternehmer Bianjiu Lunzhu     „Feldleiter“ in der Steppe in Nordtibet „Batman“ auf dem Hochplateau Tibetische Pensionen mit schönen Landschaften
12345
  

Auch interessant