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Will Japan durch Bau der Eisenbahnstrecke in Indien mit China konkurrieren?

Datum: 18.09.2017,09:40:00 Quelle: China Tibet Online

Berichten der „Global Times“A zufolge ist Japans Premierminister Shinzo Abe vor kurzem mit seinem indischen Amtskollegen Narendra Modi zu Gesprächen zusammengetroffen. Indien will sechs andere Hochgeschwindigkeitsstrecken anlegen, um die vier Wirtschaftszentren Delhi, Mumbai, Kalkutta und Chennai miteinander zu verbinden. Abe hofft, dass Indien die Technik des japanischen Shinkansen nutzen werde. Laut Experten ist es schwer für Japan, die Kosten der Shinkansen-Investition in Indien zurückzugewinnen. Die politischen Faktoren sind größer als die wirtschaftlichen. Ein Deal zielt eigentlich darauf ab, gegen China um die Vorherrschaft in Asien zu kämpfen.

Abe ist am 13. September am Flughafen Ahmedabad im indischen Bundesstaat Gujarat eingetroffen, um am Gipfeltreffen zwischen Japan und Indien teilzunehmen. Beide Seiten haben sich gemeinsam am 14. September an der Grundsteinlegung der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Ahmedabad nach Mumbai beteiligt und eine Reihe von Verträgen in Bezug auf Atomenergie und Sicherheit unterzeichnet. Zugleich wurde die Initiative der regionalen Wirtschaftszusammenarbeit, der „asiatische und afrikanische Entwicklungskorridor“, offiziell eingeführt.

Über Japans Verkauf der Shinkansen-Technik in Indien hieß es in der „Japan Times“, dass Japan im Ausnahmefall den Zins erheblich senkt, um das Projekt zu bekommen. Der frühere Jahreszins von mehr als einem Prozent wurde auf 0,1 Prozent gesenkt. Die Rückzahlungsfrist wurde auch von den üblichen 30 Jahren auf bis zu 50 Jahren verlängert. Nach Analyse der German Finance Online könnten die Kosten der Verbreitung des japanischen Shinkansen in Indien kaum zurückgewonnen werden, obwohl es sich nur um eine Hochgeschwindigkeitsstrecke mit einer Geschwindigkeit von über 200 Kilometer pro Stunde handelt. Denn das Pro-Kopf-Einkommen Indiens ist noch sehr gering, und der Landerwerb in einem demokratischen Land ist auch schwierig.

Die indische Zeitung „Hindu“ sagte, obwohl Japan sehr früh die Technik der Hochgeschwindigkeitszüge entwickelt hat, ist der Umsatz im Ausland nicht gut. Mit dem einzigen exportierten Hochgeschwindigkeitsstreckenprojekt in Taiwan befindet sich Japan immer noch im Verlust. In den vergangenen Jahren hat China die Hochgeschwindigkeitsstreckenprojekte von Indonesien und Thailand bekommen. Deswegen ist Japans Shinkansen-Export nach Indien nicht nur auf wirtschaftliche, sondern auch auf geopolitische Ziele zurückzuführen. Sein Hauptziel liegt darin, gegen China um die Vorherrschaft in Asien zu konkurrieren.

Die „New York Times“ meldet auch keine gute Aussicht über das Hochgeschwindigkeits-streckenprojekt von Indien. Berichten zufolge hat Indien das ehrgeizige Ziel, ein Hochgeschwindigkeitsstreckennetz von mehr als 10.000 Kilometern einzurichten. Jedoch ist die Entwicklung sehr langsam. Indien verfügt über das weltweit viertgrößte Eisenbahnstreckennetz, das aber als langsam und ineffektiv bekannt ist. Obwohl die von Japan angebotenen Kredite und Techniken bei der Verbesserung des Eisenbahnstreckensystems Indiens helfen, können die Produkte der indischen Stahlunternehmen die Bedürfnisse des Baus der Hochgeschwindigkeitsstrecken nicht befriedigen. Außerdem kostet die Sicherheitsprüfung 15 Milliarden US-Dollar. Deswegen hat Modis großer Plan noch viele Probleme.

 

Quelle: Global Times

Übersetzt von China Tibet Online

(Editor: Rita Li)

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