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Chinas Ministerpräsident: „Verschlossene Türen schaden allen“

Datum: 28.03.2018,11:01:40 Quelle: german.china.org.cn

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang hat am Montag zu mehr Pragmatismus im Handelsstreit zwischen seinem Land und den Vereinigten Staaten aufgerufen. Beide Seiten sollten das Gleichgewicht durch eine Ausweitung des Handels wahren und Friktionen sowie Differenzen mit Hilfe von Dialog und Verhandlungen lösen, sagte er. Andererseits werde weder eines der beiden Länder noch die internationale Gemeinschaft davon profitieren.

 

Ministerpräsident Li Keqiang spricht am Montag auf dem China Development Forum 2018 mit ausländischen Delegierten, Foto: Wu Zhiyi, China Daily.

„Chinas Integration in die Weltgemeinschaft wird fortgesetzt und weiter vertieft werden“, sagte er vor rund 100 ausländischen Vertretern der Fortune 500 Firmen, führenden Forschungsinstitutionen und internationalen Organisationen, die am China Development Forum 2018 in Beijing teilnahmen, das am Montag endete.

Er brachte seine Wertschätzung für die Teilnehmer zum Ausdruck, die Chinas Entwicklung „mit Leidenschaft verfolgen.“ Es sei den Marktkräften und den Regeln zur Geschäftsführung zu verdanken, dass das Handelsvolumen zwischen China und den Vereinigten Staaten auf das derzeitige Niveau gestiegen sei, wovon letztlich beide Seiten profitiert hätten. Aus einem Handelskrieg zwischen China und den USA könne kein Gewinner erwachsen.

Wer die Tür zu anderen Ländern versperre, der versperre sich selbst auch den Weg hinaus, sagte Li. Aus Anlass des 40. Jahrestages der Reform- und Öffnungspolitik, der in diesem Jahr gefeiert wird, versprach er, China werde sich weiter öffnen und die Reformen vertiefen. Dies seien Schritte, die in Chinas eigenem Interesse lägen und gesunden internationalen Freihandel ermöglichten.

China sei bereit, fortgeschrittene Technologien und Managementexpertise von anderen Ländern zu lernen und die Kooperation auf Gebieten wie Produkten, Wissen, Technik und Dienstleistungen auszubauen, unterstrich Li. Die Strategie „Made in China 2025“ werde in einer offenen und fairen Umgebung gefördert, und chinesische und ausländische Unternehmen würden gleich behandelt werden, sagte er. Er fügte hinzu, China werde keinen Technologietransfer irgendeines ausländischen Unternehmens erzwingen. Die Rechte an geistigem Eigentum würden geschützt und Markenfälschungen entschlossen bekämpft werden. Er rief global wettbewerbsfähige Unternehmen dazu auf, ihre Wachstumschancen zu teilen.

Teilnehmer des Treffens, darunter Apple-Chef Tim Cook, versicherten dem Ministerpräsidenten ihre Bereitschaft, an Chinas Reform- und Öffnungspolitik teilzunehmen mit dem Ziel, beiden Seiten einen Gewinn zu ermöglichen.

Daten der Zentralen Zollverwaltung zeigen, dass Chinas Handelsvolumen mit den USA im vergangenen Jahr um 15,2 Prozent auf 3,95 Billionen Yuan gestiegen ist (rund 629 Milliarden US-Dollar), der Handelsüberschuss stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 1,87 Billionen Yuan.

Zhang Jianping, Professor an der Chinesischen Akademie für Internationalen Handel und Wirtschaftskooperation des Handelsministeriums, sagte, China und die USA müssten das Handelsvolumen ausweiten, denn das gegenwärtige Defizit sei nicht über Nacht entstanden und erfordere schrittweise, strukturelle Anpassungen.

Peter Salovey, der Präsident der Universität von Yale, sagte auf dem Forum, das Wichtigste für beide Länder sei die Vertiefung des Vertrauens und die Fähigkeit, gemeinsam an den Problemen zu arbeiten. Er wolle nicht, dass „ein Handelsdefizit die großartige Arbeit unterminiert, die unsere Länder in den vergangenen zwei Jahrzehnten auf unterschiedlichem Gebiet geleistet haben.“

 

Editor: Li Hongqing 

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