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Chinas Botschafter in Litauen: Ich vermittle ein echtes Tibetbild

Datum: 21.06.2018,09:56:44 Quelle: China Tibet Online

Der chinesische Botschafter in Litauen, Shen Zhifei, hat am 16. Juni 2018 einen Artikel mit dem Titel „Ich vermittle ein echtes Tibetbild“ im litauischen Hauptstrommedium „Lietuvos rytas“ veröffentlicht. Der ganze Text lautet:

Vor kurzem besuchte der Dalai Lama Litauen, was das Interesse vieler Litauer für Tibet in China erregt hat. Ich will hiermit den litauischen Lesern die Themen über das chinesische Tibet systematisch erklären und dadurch den Leuten dabei helfen, Missverständnisse über Tibet klarzustellen.

Die Geschichte „Tibets“ und „Litauens“ ist grundlegend unterschiedlich

Einzelne Leute in Litauen meinen, dass Litauen sehr ähnlich zu Tibet sei: beides sind oder waren früher unabhängige Staaten. Diese Meinung ist lächerlich und demonstriert, dass sie keine Ahnung von den historischen Tatsachen haben.

1240 wurde das Großfürstentum Litauen gegründet. Seitdem hatte das litauische Volk sein eigenes Land. In den folgenden Jahrhunderten hat das litauische Volk sowohl die wirtschaftlich entwickelte polnisch-litauische Union mit ausgedehntem Territorium, die das Baltische und das Schwarze Meer überquerte, gegründet, als auch mehrmals ausländische Eingriffe erlebt. Das Schicksal des Landes konnte man nicht selbst entscheiden. Seit der Bekanntgabe der Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1918 ist Litauen bereits ein moderner Nationalstaat. Durch den Zweiten Weltkrieg und durch die danach komplizierten Veränderungen erklärte sich Litauen 1990 wiederholt zum souveränen Staat und trat 1991 den Vereinten Nationen bei.

1247 unterwarf sich die lokale tibetische Regierung selbstständig der Herrschaft der zentralen chinesischen Dynastie und trat offiziell dem chinesischen Territorium bei. In den folgenden mehr als 700 Jahren wurden die Leiter der lokalen tibetischen Regierung stets von der Zentralregierung ernannt, führten die zentralen Regierungsverordnungen durch und erkannten an, dass Tibet eine von der Zentralregierung verwaltete administrative Zone ist. Alle chinesischen Zentralregierungen hatten direkt das Recht, die lokalen tibetischen administrativen Organe festzulegen, die lokalen tibetischen Regierungsbeamten einzustellen und zu entlassen, die Volkszählung durchzuführen sowie die Armee zu stationieren, um die Grenze zu schützen, wodurch die Souveränität für Tibet effektiv ausgeübt worden ist. Die beiden großen Rinpoche der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus, nämlich der Dalai Lama und der Panchen Lama, sind von der Regierung der chinesischen Qing-Dynastie im Jahr 1653 beziehungsweise 1713 ernannt worden. Ihre religiöse und politische Stellung wurde auch von der Zentralregierung festgelegt. Tibet ist nie ein unabhängiges Land gewesen. Keine Regierung irgendeines Landes auf der Welt hat anerkannt, dass Tibet ein „unabhängiges Land“ ist. China ist ein Land mit 56 Nationalitäten. Die Tibeter sind ein Mitglied der chinesischen Nation. Ihr Ruhm oder Schande, ihr Aufschwung oder Niedergang haben auch mit dem gesamten Schicksal der chinesischen Nation zu tun, weil wir Landsleute mit demselben Atem und demselben Schicksal sind.

Seit der Neuzeit hat das chinesische Volk ausländische Aggressionen und viele Eingriffe erlebt und ist durch eine harte Schule gegangen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts war der Versuch der imperialistischen Länder, China zu spalten, offen. Sie heckten die sogenannte „Unabhängigkeit Tibets“ aus. Dieser Komplott ist nie gelungen. Die Tatsache, dass Tibet ein Teil des chinesischen Territoriums ist, hat sich nie geändert. Die tibetische Region hat sich auch nie von der Verwaltung der chinesischen Zentralregierung getrennt und war nie „unabhängig“. 1949 wurde die Volksrepublik China gegründet. 1951 wurde Tibet friedlich befreit, was ein Bestandteil des historischen Prozesses der Gründung der Volksrepublik China ist. Nach den demokratischen Reformen wurde das Autonome Gebiet Tibet, das eine hohe Autonomie genießt, gegründet. Die Hauptbevölkerung des autonomen Gebiets sind Tibeter.

Aus dem historischen Blickwinkel ist Tibet seit jeher nur eine lokale Verwaltungszone Chinas und darf nicht mit unabhängigen Ländern wie Litauen gleichgesetzt werden.

 Man muss das wahre Gesicht des Dalai Lama erkennen

Diejenigen, die ein bisschen Kenntnis über die Geschichte haben, wissen, dass im alten Tibet unter der Herrschaft des Dalai Lama die theokratische feudale Leibeigenschaft mit der Diktatur von den Mönchen und Adligen aus der Oberschicht durchgeführt wurde. Damals waren 95 Prozent der Tibeter Leibeigene ohne Freiheit. Sie konnten frei gehandelt werden und erlebten oft vielförmige Lynchjustiz. Dieses System war dunkler und grausamer als die westeuropäische Leibeigenschaft im Mittelalter. Deswegen wurde das alte Tibet als „eine der Regionen der Welt, in denen die Menschenrechte im 20. Jahrhundert am schwersten verletzt wurden“, bezeichnet. Als der höchste Herrscher der lokalen tibetischen Regierung ist der Dalai Lama dafür unabweislich verantwortlich. Er ist Erzverbrecher der Verletzung der Menschenrechte und Freiheit. Er getraut sich nie, seine grausame Herrschaft im alten Tibet zu erwähnen. Er bereut auch nicht seine Fehler. Im Gegenteil rühmt er sich als „Botschafter“ der Freiheit Tibets und „Wahrer“ der Menschenrechte und Humanität, um die internationale Gemeinschaft zu betrügen.

1951 wurde Tibet friedlich befreit. Die Stationierung der Volksbefreiungsarmee in Tibet wurde auch vom Dalai Lama und den tibetischen Volksmassen unterstützt. 1954 war der Dalai Lama als der stellvertretende Vorsitzende des Ständigen Ausschusses der 1. Tagung des Nationalen Volkskongresses der Volksrepublik China tätig. 1959 verriet der Dalai Lama sein ernsthaftes Versprechen gegenüber dem Staat und dem Volk, enttäuschte das Vertrauen der Zentralvolksregierung, verschwor sich mit ausländischen Kräften und setzte in Lhasa eine bewaffnete Rebellion in Gang, die darauf abzielte, China zu spalten. Mit der Unterstützung und Hilfe der tibetischen Landsleute und Mönche wurde die Rebellion sofort unterdrückt. Der Dalai Lama ist auch wegen der Rebellion ins Ausland geflohen. Er geht seitdem einen Weg gegen die chinesische Zentralregierung und hat viele Aktivitäten unternommen, um das Vaterland zu spalten. Egal welchen „Heiligenschein“ der Dalai Lama trägt, ist er im Wesentlichen ein völliger „nationaler Separatist“.

Wenn manche Leute daran festhalten, den Dalai Lama einen „geistigen Führer“ zu nennen, ist er auch nur der geistige Führer der tibetischen Separatisten. Als „Pater“ der Anhänger der „Unabhängigkeit Tibets“ und der separatistischen Kräfte propagiert der Dalai Lama seit Jahren unter dem Deckmantel des „Friedens“ und der „Freundlichkeit“ den sogenannten „Mittelweg“. In Wahrheit möchte er durch die Anstiftung der nationalen Animositäten den Staat spalten, nach der „Unabhängigkeit Tibets“ streben, die theokratische Herrschaft der feudalen Leibeigenschaft in Tibet wieder herstellen und Tibet wieder zu einem „gesetzlosen Ort“ machen, in dem es überall Leibeigene gibt, das Volk in bitterer Armut lebt, aber sich die obere herrschende Klasse alle mögliche Untaten anmaßen kann. Damit ist weder die chinesische Zentralregierung noch das tibetische Volk einverstanden.

Die heutigen Veränderungen Tibets

Die Geschichte und die Wahrheit können nicht verdreht werden. Nach 1959, insbesondere in den vergangenen 40 Jahren seit der Durchführung der Reform- und Öffnungspolitik Chinas, hat sich Tibet in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft, Bildung und Kultur schnell entwickelt. Tibet ist von der Dunkelheit zum Licht, von der Diktatur zur Demokratie, von der Rückständigkeit zum Fortschritt, von der Armut zum Reichtum und von der Abschottung zur Öffnung gegangen und hat innerhalb von einigen Dutzend Jahren riesige Veränderungen erlebt, die früher tausend Jahre benötigt hätten. 1951 betrug Tibets BIP nur 129 Millionen Yuan (nach dem jetzigen Wechselkurs weniger als 20 Millionen Euro), die Bevölkerung zirka 1,15 Millionen und die durchschnittliche Lebenserwartung 35,5 Jahre. Erst im Jahr 2017 hat die zentrale Finanzverwaltung für Tibet 49,447 Millionen Yuan (6,66 Millionen Euro) ausgegeben, um Tibet bei der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung zu helfen sowie die ursprüngliche Sprache, Kultur sowie Sitten und Gebräuche zu verbreiten und zu schützen. Die Qinghai-Tibet-Eisenbahnstrecke wurde in Betrieb genommen. Das verkehrsgünstige Straßen- und Luftfahrtnetzwerk macht das tibetische Hochland erreichbar und bringt Tibet neue Entwicklungschancen. Die zentrale Volksregierung und die Volksregierung des Autonomen Gebiets Tibet legen großen Wert auf den Respekt und Schutz der Weitergabe der tibetischen Kultur sowie der Glaubensfreiheit und der normalen religiösen Aktivitäten des Volkes. Zurzeit gibt es in Tibet insgesamt mehr als 1700 Klöster und verschiedene Stätten für religiöse Veranstaltungen sowie mehr als 46.000 registrierte Mönche und Nonnen. Verschiedene religiöse Aktivitäten der Gläubigen werden wie immer abgehalten. Jedes Jahr finden verschiedene wichtige religiöse Feste oder Veranstaltungen regelmäßig statt. Alte Gebäude und heilige Orte der religiösen Kultur wie der Potala-Palast, der Jokhang-Tempel und der Norbu Lingka wurden in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die literarischen und künstlerischen Werke wie das Epos „Gesar“ und der Kreistanz Gorchom wurden in die Liste des immateriellen Kulturerbes auf Staatsebene aufgenommen. Die Erholung und der Schutz der tibetischen Öko-Umwelt werden stark von der Zentralregierung beachtet und verbessern sich stetig. Die tibetische Region hat ihr altes, armes und rückständiges Gesicht völlig verändert. Das Dach der Welt strahlt gedeihende Dynamik aus.

Das alte Tibet war kein „Shangri-La“ im Traum mancher Leute, sondern das „irdische Fegefeuer“ für Millionen von Leibeigenen. Das heutige Europa kann nicht mehr zum Europa im Mittelalter vor mehr als 500 Jahren zurückkehren. Genau so kann das heutige chinesische Tibet auch nicht mehr zum alten Tibet unter der theokratischen Herrschaft der feudalen Leibeigenschaft der Dalai-Lama-Clique zurückkehren. Zu den Leuten, die über die riesigen Veränderungen und historischen Errungenschaften Tibets im Entwicklungsprozess der chinesischen Reform und Öffnung bewusst hinwegsehen oder sie immer verleugnen, können wir nur sagen, dass sie gefährliche politische Ziele haben, die Geschichte und die Wahrheit böswillig anzweifeln und die Kerninteressen Chinas rücksichtslos mit Füßen treten. Es handelt sich weder um die richtige Fürsorge für das tibetische Volk noch um ehrliche Aufmerksamkeit gegenüber der Entwicklung Tibets.

Nur wenn man die Geschichte richtig versteht, kann man das wahre Gesicht des Dalai Lama erkennen und Tibets Vergangenheit und Gegenwart erfahren. Die litauischen Freunde sind willkommen, Tibet persönlich zu besuchen, um das Tibet im neuen Zeitalter zu sehen und die Stimme des tibetischen Volkes zu hören.

 

Quelle: Die Botschaft der Volksrepublik China in der Republik Litauen

Übersetzt von China Tibet Online

Redakteur: Li Hongqing  

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