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Menschen nach Süden und Schafe nach Norden – Wozu ist der tausend Kilometer lange Marsch?

Datum: 22.06.2018,08:57:25 Quelle:China Tibet Online



Tibetantilopen sind typische Vertreter der Tiere der Tierzone des Hochplateaus Qinghai-Tibet und genießen die staatliche Schutzstufe 1. Tibetantilopen können gut rennen und das maximale Tempo 80 Kilometer pro Stunde erreichen. Um die Tibet-Antilopen und andere seltene Tiere des Hochplateaus zu schützen, hat China im Jahr 1983 das staatliche Naturschutzgebiet des Gebirges Altun gegründet; 1992 wurde das Naturschutzgebiet Changthang gegründet; 1995 wurde Hoh Xil zum Naturschutzgebiet der Provinz und Ende 1997 zum staatlichen Naturschutzgebiet; 2000 wurde das Naturschutzgebiet Sanjiangyuan gegründet.

Menschen ziehen nach Süden und Schafe nach Norden

Das Autonome Gebiet Tibet hat das erste Projekt zum Öko-Umzug auf dem Hochplateau gestartet

Das staatliche Naturschutzgebiet Changthang hat eine Fläche von 298.000 Quadratkilometern und ist das derzeit höchste, größte Naturschutzgebiet. Die Gemeinde Rongma, die im Durchschnitt über 5000 Meter über dem Meeresspiegel liegt, hat viele nomadische Haushalte, die sehr nah von den Orten leben, wo die Tibetantilopen Kälber gebären und ziehen. Dies ist schlecht für den Schutz der wilden Tiere. Überdies haben die hiesigen Nomaden große Schwierigkeiten mit der Arbeit, dem Arztbesuch, dem Schulbesuch etc. Daher hat das Autonome Gebiet Tibet dieses Projekt gestartet.

Das ist ein langer Marsch über mehr als 1000 Kilometer. Die zwei Dörfer, die wegziehen sollen, sind 1197 bzw. 1247 Kilometer von Lhasa entfernt und liegen im Durchschnitt über 5000 Meter über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde Rongma ist hoch gelegen und es mangelt an Sauerstoff. Überdies kommen Katastrophen oft vor. Des Weiteren sind die öffentlichen Dienstleistungen unterentwickelt und das Gebiet passt nicht zur Menschheit. Die durchschnittlichen Lebenswartungen sind weit unter denen des ganzen autonomen Gebiets. Außerdem liegen sie im Kerngebiet des staatlichen Naturschutzgebiets und gehören zu Gebieten, deren Erschließung der Staat verboten hat.

Neulich sind die ersten umziehenden Einwohner schon abgereist. Um 17:00 Uhr am 11. Juni sind sie an der Siedlungsstelle zur Erhaltung des Öko-Gleichgewichts der Stadt Lhasa sicher angekommen. Es heißt, diese Siedlungsstelle sei mehr als 27 Kilometer vom Stadtzentrum Lhasas entfernt. Die dortige Umwelt ist wunderschön und die Verkehrsanbindungen sind sehr praktisch. Alle fünf Wohnraumtypen haben eine Stahlrahmenstruktur und eine seismische Bewertung von 8. Zum Wohnblock gehören noch Räumlichkeiten für Dorfverwaltungskomitees, provisorische Wohnräume, Kindergärten usw. Dies bietet den 262 umziehenden Nomadenhaushalten samt 1102 Personen gemütliche, praktische Lebensbedingungen voller neuer Entwicklungschancen.

Es heißt, dieser Umzug werde eine Fläche von 4,6719 Millionen Hektar freilegen, wo Ackerland in Grasland umgewandelt werden solle, so dass wilde Tiere wie Tibetantilopen bei der Migration mehr Routen und Raum bekämen und die Natur ruhig, harmonisch und schön werde.

Daten zeigen, dass nach den Bemühungen in den letzten über 20 Jahren die Anzahl der schwertpunktmäßig geschützten Tiere im staatlichen Naturschutzgebiet deutlich zugenommen hat. Die Anzahl der Tibetantilopen ist von 50.000 auf über 150.000 gestiegen, die der wilden Yaks von 7000 auf über 10.000 und die der Tibet-Wildesel von mehr als 30.000 auf über 50.000. Darüber hinaus haben sich die Populationen wilder Tiere von Schneeleoparden, Riesenwildschaf, Schwarzhalskranichen usw. deutlich erholt.

Quelle: Tibet.cn

(Editor: Daniel Yang)

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