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Die Kluft durch Rassendiskriminierung in den USA ändert sich nicht

Datum: 02.07.2018,08:35:30 Quelle:China Tibet Online

von Gerald Early

Die Rassenfrage ist in den USA ein sehr altes Thema, dem die Realität jedoch immer neue Inhalte hinzufügt. Gesetzlich können wir sehen, dass die Rassentrennung und die Rassendiskriminierung bereits in den 1960er Jahren abgeschafft wurden. Allerdings ändert sich die systematische Rassendiskriminierung gegen die Menschen mit afrikanischer Herkunft nicht stark. Die tief sitzende Diskriminierung vieler Weißer gegenüber Menschen mit afrikanischer Herkunft ist schwer zu ändern. Darüber hinaus weiß man nicht, wie in Zukunft diese Schwierigkeit zu lösen ist. Die Rassenfrage der USA kann auf drei Ebenen, nämlich der individuellen, gesellschaftlichen und staatlichen, analysiert werden.

Auf der individuellen Ebene kann man von den Statistiken und den Eindrücken von der Realität deutlich ersehen, dass das Vermögen der Familien der Menschen mit afrikanischer Herkunft viel geringer als das der weißen Familien ist. Die Weißen verwalten alle Bereiche der USA wie die Politik und die Wirtschaft. Aber viele Familien der Menschen mit afrikanischer Herkunft verfügen über fast keine Wohnhäuser mit Eigentumsrecht. In den USA kostet es viel Geld, sich gute Bildung anzueignen und eine bessere Behandlung zu genießen. Selbst wenn die Kinder mit afrikanischer Herkunft ihren Geist anstrengen, können sie und die weißen Kinder nicht auf derselben Ebene stehen. Natürlich gibt es noch einen anderen Faktor. Aus verschiedenen Gründen machen die Erwachsenen mit afrikanischer Herkunft einen großen Anteil an Häftlingen aus. Viele Kinder mit afrikanischer Herkunft kommen aus diesen problematischen Familien. Ihre Bildung wird nicht ausreichend beachtet.

Auf der gesellschaftlichen Ebene ist es schwer, das alteingewurzelte Überheblichkeits- und Abstoßungsgefühl mancher Weißen gegenüber den Menschen mit afrikanischer Herkunft zu beseitigen. Der 1968 erlassene „Fair Housing Act“ hat auf der Gesetzebene die Rassentrennung im Hinblick auf Wohnen abgeschafft. Jetzt können Menschen mit afrikanischer Herkunft und Weiße dasselbe Restaurant besuchen und in demselben Wohnviertel wohnen. Wie sieht aber die Realität aus? Von der Situation der Stadt St. Louis ausgehend ziehen mehr Weiße von einem Wohnviertel weg, nur wenn ein Mensch mit afrikanischer Herkunft dort einzieht. Heute ist die Trennung beim Wohnen zwischen Menschen mit afrikanischer Herkunft und Weißen schlimmer als die in den 1960er Jahren. Von den Zonen, in denen Menschen mit afrikanischer Herkunft konzentriert wohnen, bekommt die Regierung sehr wenige Finanzeinnahmen. Kein übriges Geld kann für die Verbesserung der öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser ausgegeben werden.

Manche Weiße verbinden tief im Innern Menschen mit afrikanischer Herkunft mit Verbrechen. Wenn ein Mann mit afrikanischer Herkunft im Supermarkt geht, verfolgen ihn oft die Sicherheitskräfte und Verkäufer, um vorzubeugen, dass er stiehlt. Der Todesfall Michael Brown ist typisch. Seitdem sind vier Jahre vergangen. Wir haben keine große Änderung der Situation der Menschen mit afrikanischer Herkunft gesehen.

Auf der staatlichen Ebene befinden sich die heutigen USA in einer Spaltung, die noch nie gewesen ist. Barack Obama wurde 2008 zum US-Präsidenten gewählt. Dies hat die Menschen mit afrikanischer Herkunft stark begeistert. Jedoch hat die Realität bewiesen, dass die Wahl zum Präsidenten der Situation der Menschen mit afrikanischer Herkunft keine große Änderung gebracht hat.

Von der Abschaffung der Sklaverei bis zur Abschaffung der Rassentrennung haben die Menschen mit afrikanischer Herkunft in den USA mehrmals Hoffnung gesehen, sind aber wiederholt von der kurzen Hoffnung in die Enttäuschung gefallen. Es ist einfach, rechtlich Rassengleichheit festzulegen. Allerdings ist es sehr schwer, die echte Rassengleichheit in der Realität aufzubauen. Jeder Politiker, Gelehrte der USA deklamiert über die Rassengleichheit. Aber keiner weiß, wie diese in die Tat umzusetzen ist. Der Weg nach vorn ist lang. Niemand weiß die Antwort. 

(Der Autor ist Leiter der Forschungsabteilung über US-Amerikaner mit afrikanischer Herkunft an der Washington University in St. Louis in den USA.)

Quelle: People´s Daily

(Redakteur:Soong)

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