Thema:
Startseite > Kommentar > Menschen

Rinpoche Nyima Gyal Mtsen und seine Vorlesung

Datum: 26.01.2017,09:28:29 Quelle:China Tibet Online

Im Herbst auf dem Hochland fühlt sich der Atem schon ein bisschen kalt an. Zwischen dem Gold auf den Steppen sieht man ein bisschen Grün. Die golden glasierten Dachziegel des Duoke-Klosters glänzen in der Reflexion des blauen Himmels. Im Herbst ist es auf den Steppen still und ruhig.

Das Duoke-Kloster befindet sich im Autonomen Bezirk Garzê der Tibeter in der Provinz Sichuan. Es wurde im Jahr 1343 gebaut und gehört zur Sakya-Schule. Der Rinpoche Nyima Gyal Mtsen ist einer der Rinpoche im Duoke-Kloster. Er erzählt, dass das Duoke-Kloster auf eine Geschichte von mehr als 600 Jahren zurückblicken kann. Die alten Wandgemälde in der großen Halle des Klosters verfügen über hohen historischen und kulturellen Wert. Vor einigen Jahren wurden sie mit der Hilfe der Regierung zu deren Erhaltung restauriert.

Um 9 Uhr morgens beginnen die Mönche im Klang der großartigen rituellen Hörner in der Pause des Sutren-Vorlesens zu frühstücken. Der über 60 Jahre alte Rinpoche Nyima Gyal Mtsen ist nicht groß, ein bisschen dünn und rüstig. Er sieht gütig und intelligent aus.

Um 14 Uhr hält der Rinpoche Nyima Gyal Mtsen für die Mönche im Kloster und die Gläubigen eine Vorlesung. Dabei erzählt er: „Die Lehren des Buddhismus teilen uns mit, dass die Mönche den anderen helfen, die Disziplin wahren und üben müssen. Der Buddhismus fordert uns dazu auf, die staatlichen Gesetze zu befolgen und den Staat und alle Kreaturen zu lieben. Als Gläubige des Buddhismus sollten wir erkennen, dass die buddhistische Disziplin die irdischen Gesetze nicht verletzt. Wir sollen aktiv die Anhänger anleiten, mehr zur Wahrung der gesellschaftlichen Stabilität und Harmonie beizutragen.“

Auf der Vorlesung erklärt er, dass einige staatliche politische Maßnahmen zugunsten der tibetischen Regionen seien. Er sagt, der Staat habe in den vergangenen Jahren den Infrastrukturbau, darunter Wasser, Strom, Straßen und Telekommunikation, für die Klöster und die umliegenden Dörfer in den tibetischen Regionen verstärkt. Die Mönche und Nonnen in den Klöstern seien in die soziale Absicherung aufgenommen worden. Die Mönche und Nonnen können genau wie normale Bürger eine Krankenversicherung genießen. Diese Maßnahmen des Staates hätten ein relativ gutes Lebensumfeld für die Mönche und die Gläubigen geschaffen. Nur wenn man sich keine Sorge um Nahrung und Kleidung zu machen brauche und in einer stabilen Gesellschaft lebe, könne sich die Religion weiter entwickeln und der Wunsch der Gläubigen erfüllt werden. Die Mönche und die Gläubigen sollten die Sicherheit und die Stabilität hochschätzen, die Gesetze des Staates befolgen, die harmonische Koexistenz verschiedener Nationalitäten und die gesellschaftliche Stabilität wahren.

Mehr als 200 Mönche und Gläubige hören über zwei Stunden vor Ort der Vorlesung zu. Der Rinpoche Nyima Gyal Mtsen ist bei den lokalen Einwohnern sehr beliebt. Während seiner Vorlesung ist es völlig still. Alle sehen ihn respektvoll an.

Nach der Vorlesung bitten manche Gläubige den Rinpoche um eine Segnung durch Kopfberührung. Der Rinpoche Nyima Gyal Mtsen hat große Geduld. Während er den Kopf berührt, fragt er die Menschen oder ermahnt sie: „Sind Deine Eltern wieder gesund?“ „Im Moment ist die Gesellschaft gut. Tut nichts, was die Gesetze verletzt!“ „Dein Sohn soll zur Schule gehen und das Schreiben und Lesen lernen.“ Die schlichten Worte und lieben Grüße können immer die Gläubigen bewegen.

Quelle: China Tibet Online

Autor: Yang Rongbing

(Editor:Soong)

 

 

Menschen

Mehr>>
Tibet: Nomadenunternehmer Bianjiu Lunzhu     „Feldleiter“ in der Steppe in Nordtibet „Batman“ auf dem Hochplateau Tibetische Pensionen mit schönen Landschaften Tonmacher auf dem Hochplateau in Westsichuan
12345
  

Auch interessant