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Ein Tibeter namens Tibet google

Datum: 12.04.2017,09:14:34 Quelle:China Tibet Online

Gyatso ist ein Prominenter in Lhasa. Fast alle Persönlichkeiten aus dem Kultur- und Kunstbereich, wie Sänger, Schauspieler, Tänzer, Literaten und Filmemacher, die in Lhasa waren, haben ihn kennen gelernt und besucht. Einer seiner Freunde hat ihm den Spitznamen „Tibet google“ gegeben, weil er fast alles über Tibet weiß.

Gyatsos Vater zählte zu den Tibetern, die sehr früh fortschrittliches Denken annahmen, und war als Direktor der Tibetisch-Abteilung der Xizang Minzu Universität tätig. Weil sich die Universität in der Provinz Shaanxi befindet, verbrachte Gyatso seine Kindheit nicht in Tibet. Das ist auch der Grund, warum er sowohl Chinesisch als auch Tibetisch fließend spricht. Als das System des akademischen Grades 1985 gerade in China durchgeführt wurde, bekam Gyatso den Bachelor-Grad der Chinesisch-Abteilung der Zentralen Universität der Nationalitäten. Damals hatte Gyatso modische Kleidung an und sprach Standardchinesisch. Das war unter den jungen Tibetern selten.

Als ein seltener tibetischer Intellektueller kam Gyatso in Lhari im Norden Tibets an, um dort kulturelle Einrichtungen wie Theater und Kunsthalle zu bauen. Damals, und sogar heute, war der Kreis Lhari im Vergleich zu den anderen Orten der Welt öde und verlassen. Die Kreisstadt befindet sich in den Viehzuchtgebieten. Der Bau kultureller Einrichtungen hat dem geistigen Leben der lokalen Viehhirten einen aktiven Sinn gebracht. Als autodidaktischer „Bauunternehmer“ machte er selbst das Design, entwarf den Bauplan und arbeitete als Aufpasser. Jeden Tag war er auf der Baustelle.

 

Gyatso hat auch mit einigen jungen Menschen in Nordtibet Gedichte geschrieben. Bis heute üben seine Werke noch Einfluss auf den tibetischen literarischen Bereich aus. Er ist aber weder Architekt noch Dichter geworden, hat aber das Magazin „Tibets Kultur“ eingeführt. Als Chefredakteur schenkte Gyatso mit dem Magazin seine Aufmerksamkeit der Kultur auf dem tibetischen Hochland, der Geschichte, Wirklichkeit, Literatur und Kunst Tibets und insbesondere der traditionellen volkstümlichen Kultur. Seit 2004 ist Gyatso als Chefredakteur des Magazins „Tibet Geographic“ tätig. Unter den Zeitschriften über Tibet ist dieses Magazin neu, originell und sinnvoll. Nach dem Marketing-Modell kostet es 99 Yuan. Auf Chinas Magazinmarkt ist es eine Highend-Publikation.

Gyatso wird „Tibet google“ genannt, weil er sein halbes Leben lang Magazine schrieb. Mittlerweile hat er nicht nur zahlreiche Artikel gelesen, sondern auch viele außergewöhnliche Menschen und Angelegenheiten in Tibet erforscht und erlebt. Er hat auch die land- und viehwirtschaftlichen Gebiete Tibets besichtigt. Sein Kopf ist voller historischer und aktueller Geschichten von Tibet. Er ist aufnahmefähig und besitzt eine gute Erinnerungskraft. Solange Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen ihn über Tibet fragen, ist er nie um eine Antwort verlegen.

Allerdings ist Gyatso kein Pedant. Ihm gefällt Mode. Er macht Zechtouren und trinkt Wein. Er versteht die digitalen Produkte besser als die Jugendlichen. Sein Laptop, Smartphone und Kamera sind immer die neusten ihrer Art.

In Lhasa besucht er oft in modischer Kleidung Bars und bleibt immer bis tief in die Nacht. Wahrscheinlich sind es die Gewohnheiten eines Künstlers, die ihm immer einzigartige Meinungen über die kulturellen Gedanken geben. In der heutigen digitalen Zeit kann das geschmackvolle Magazin „Tibet Geographic“ die Strömung, in der die traditionellen Medien durch neue Medien ersetzt werden, auch nicht verhindern. In dieser Zeit hat Gyatso durch seine Beziehungen und einzigartigen Gefühle über neue Dinge das Magazin digitalisiert und es auf die größte E-book-Plattform in Hongkong und Taiwan gebracht, damit sich die tiefgreifende tibetische Kultur durch das Internet überallhin auf der Welt verbreitet.

Autor: Yagebo

Bilder von Yagebo

(Editor:Soong)

 

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