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Erkundung in Sanjiangyuan: Ich will mich mit Schneeleoparden treffen

Datum: 13.09.2017,17:03:52 Quelle:China Tibet Online

Der 64-jährige Nomade Phuntsog im Kreis Zhidoi der Provinz Qinghai präsentiert eine Geschichte, als er von den Lebensgewohnheiten der wilden Tiere erzählt.




„Egal, ob es Frühling, Sommer, Herbst oder Winter ist, sind die wilden Tiere in unterschiedlichen Regionen verteilt. Im Sommer ist es zu warm. Grasfresser bewegen sich gern an Stellen, an denen  es reichlich Wasser und Gras gibt. Manche laufen auf hohe Berge, um der Hitze zu entgehen. An diesen kühlen Stellen kann man auch einige Fleischfresser sehen; im Winter kann man am Gewässer kein Tiere mehr sehen. Wilde Grasfresser laufen gern zu sonnigen Hängen der hohen Berge oder zu Stellen an Gesteinen oder Abgründen, wo sie sich unterstellen können. Die Fleischfresser verstecken sich gern an schwer  einzusehenden Stellen der Abgründen und warten auf Beute.“

Die Nomaden kennen sich gut aus mit den wilden Tieren und diese Kenntnisse finden heutzutage beim Umweltschutz Anwendung. Unter den zahlreichen Fotos, die an der Wand des Regierungsgebäudes kleben, fällt eins besonders auf. Auf dem Foto ist ein Nomade um die 50, der sich gerade bückte. Er wirkte „obskur“ und man kann nicht erkennen, was er gerade tut. Tashi Dongzhou, Sekretär des Komitees der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) der Gemeinde, sagte, dass er gerade eine Infrarotkamera zur Überwachung wilder Tiere installiert. Daher musste er die Höhe beim Gehen der wilden Tiere imitieren und die Position der Kamera testen. Die Nomaden kennen die Routen, die die wilden Tiere oft gehen. Daher haben sie mit den Kameras viel aufzeichnen können. Allein an einer Stelle haben sie innerhalb eines Jahres Luchse, Panthera pardus, Füchse, Braunbären, Weißlippenhirsche, Blauschafe und Weiße Ohrfasane fotografieren können. An einer anderen Stellen haben sie sogar aufgezeichnet, wie sich Schneeleoparden paaren. Dies wurde sogar von CCTV ausgestrahlt.

Da der Umweltschutz gut gemacht worden ist, haben sich die Populationen der wilden Tiere vermehrt. Das ist in der Tat eine gute Sache, aber von einer anderen Perspektive aus besteht eine größere Möglichkeit, dass Nomaden Schaden hinnehmen können, und der Schaden größer sein kann. Dies wird die Motivation der Nomaden zum Schutz wilder Tiere beeinträchtigen.



Im Jahr 2016 wurde der Fonds Konflikte zwischen Menschen und Tieren im Dorf Niandu der Gemeinde  Niansai als Versuch eingeführt. Für jedes Stück Vieh der Nomaden muss nur ein Beitrag in Höhe von 3 Yuan (rund 38 Cent) bezahlt werden. Dafür kann jedes Stück Vieh einen Schadensersatz von maximal 1500 Yuan (etwa 192 Euro) und minimal 500 Yuan (etwa 64 Euro) einbringen. Das Management der Nomaden gegenüber dem eigenen Vieh gehört auch zur Entschädigungsprüfung. Wenn das Management gut betrieben wird, dann gibt es eine Belohnung. Wenn ein Missmanagemant vorliegt, was dazu führt, dass das Vieh wegen Angriffe durch wilde Tiere stirbt, dann gibt es keine Entschädigung. 

Im Jahr 2015 wurden insgesamt 300 Stück Vieh gerissen, während dies bis zum August 2017 nur 17 Mal passiert ist. Der Aufbau dieses Entschädigungsmechanismus sorgt offensichtlich dafür, dass die Motivation der Nomaden zum Schutz der wilden Tiere steigt.

Quelle: Abendzeitung Xinmin

(Editor: Daniel Yang)

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