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Tibetische Dörfler führen ausländische Pilger

Datum: 08.12.2017,09:39:04 Quelle: China Tibet Online

Der Mt Kailash in Burang, Ngari, Tibet, auf 6656 m Höhe, ist der Hauptberg des Gandise-Gebirges. Im Hinduismus, tibetischen Buddhismus, tibetischem Bön und Jainismus wird der Berg als Gottesberg angesehen. Jedes Jahr besuchen Pilger aus Tibet, anderen chinesischen Provinzen, Indien und Nepal den Berg, den sie ehrfürchtig umrunden.

Das Gepäck tragen entweder die Pilger selbst oder Lasttiere. Gangsa in Baga am Fuß des Berges gründete 1981 eine Yak-Transporttruppe, wobei die Dörfler Yaks und Pferde den Pilgern als Lasttiere anbieten. Derzeit zählt das Dorf 1056 Einwohner, zwischen 16 und 50. Wer fähig ist zu arbeiten, arbeiten bei der Transporttruppe mit.

Der Dorfchef Gome Dorje führt bereits seit 20 Jahren Ausländer um den Berg. Für ihn ist das anstrengendste nicht die 54 km-Bergumrundung über drei Tage und das Tragen des Gepäcks der Pilger, sondern die Kommunikation mit Ausländern.

"Ein indischer Pilger hat beim Reiten mir mit der linken Hand seinen heruntergestreckten Daumen gezeigt. Ich dachte er will mir sagen, dass ich der schlechteste bin." Diese 10 Jahre alte Erfahrung ist Gome immer noch peinlich. Erst durch die Übersetzung von jemand anderem habe ich verstanden, dass der Inder aufs Klo wollte."

Gome erzählte weiter: "Wenn man keine Fremdsprachen versteht, bleibt man abgeschieden." Um das zu verbessern treffen sich die jungen Leute der Transporttruppe des Dorfs jeden Winter zum Englisch lernen. Dörfler die Englisch lernen wollen, bekommen von der Yak-Transporttruppe 4000 Yuan (etwa 520 Euro) erstattet.

"Aufsteigen. Absteigen. Schwieriger Weg. Haben Sie Höhenkrankheit? Wie viele Kilometer noch?" Diese häufig benutzten Phrasen werden im Englischkurs gelernt. Außerdem hat Gome immer ein Büchlein in seinem Rucksack mit Chinesisch, Tibetisch, Englisch und entsprechenden Bildern. "Wenn wir die drei Wörter alle nicht verstehen, können wir uns noch durch Bilder unterhalten."

Gome Dorje meinte: "Im Moment bereite ich mich auf einen neuen Englischkurs vor, um nächstes Jahr mit den Pilgern nach Frühlingsanfang besser klarzukommen." Er hofft, dass er mehr Pilgern als Fährmann dienen kann.

 

Autor: Zhou Wenyuan

Quelle: Chinanews.cn

Übersetzt von China Tibet Online

Editor. Li Hongqing

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