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Entwicklungshilfe-Lehrer in Tibet: Das Schönste muss in Tibet bleiben

Datum: 22.01.2018,11:07:05 Quelle: China Tibet Online

Vor kurzem wurde in Nagqu eine Konferenz zur Zusammenfassung und Ehrungen bezüglich der Bildungsarbeit bei der Tibet-Entwicklungshilfe veranstaltet. 86 Entwicklungshilfe-Lehrer wurden als herausragende Entwicklungshilfe-Lehrer für Tibet ausgezeichnet.

Anfang 2016 wurden vom Bildungsbüro 800 herausragende Lehrer nach Tibet entsandt, darunter auch der Mittelschullehrer Wang Liang aus Dalian in Liaoning. Als er den Auftrag bekam, war er ganz aufgeregt und erzählte es seiner Frau, die ihn unterstützte. Aber aus Angst vor Sorgen seiner über 70 Jahre alten Mutter, hielt er es vor ihr geheim und meinte nur, dass er für eine Schulung verreist, wobei er erst am Jahresende zurückkehren kann. Am 15.08.2016 begann Wang Liang seine tausende Kilometer lange Reise.

Wang Liang wurde an die 2. Obere Mittelschule Lhasa-Nagqu geschickt, wo er für zwei ein Jahr vorm Abschluss befindliche Klasse als Physiklehrer arbeitete. Außer Wang Liang kamen noch 45 weitere Lehrer an diese Schule, die durchschnittlich etwa 18 Jahre Lehrerfahrung hatten.

Einige Monate nach der Ankunft in Nagqu konnte Wang Liang die Sache nicht mehr seiner Mutter verschweigen. Täglich rief er seine Mutter an, um ihr zu sagen, dass alles in Ordnung ist. Von Familienmitgliedern erfuhr er, dass seine Mutter ihn zwar sehr vermisste, aber auch sehr stolz ist, dass er Tibet hilft.

Traurigerweise wurden bei Wang Liangs Mutter im April 2017 Leberkrebs und Darmkrebs entdeckt. Seine Mutter hatte nur noch wenige Tage zu leben und Wang Liang war in der Ferne äußerst besorgt. Aber an der Schule gab es viel zu tun und er war schließlich allein für seine Aufgaben zuständig, sodass er aus Pflichtbewusstsein nicht sofort zurückkehrte. "Als meine Mutter mich vermisste und mich brauchte, konnte ich nicht an ihrer Seite sein, weil ich auch noch Verantwortung für die Schüler hatte. Später sagte meine Familie mir, dass meine Mutter kaum noch durchhält und ich konnte wahrlich nicht mehr warten, ließ alles liegen und eilte heim. Als ich allerdings meine Mutter sah, erkannte sie mich nicht mal mehr." Als er das sagte, konnte Wang Liang seine Tränen nicht mehr zurückhalten. Wang Liang meinte trotzdem: "Ich bereue nicht [nach Tibet gegangen zu sein], weil mich die Schüler hier brauchen. Meine Familie hat mich auch unterstützt."

Wang Liang ist nicht nur Lehrer, sondern auch Basketball-Schiedsrichter der nationalen Zweitliga. Weil die Schule damals Sportlehrer brauchte und Wang Liang sich damit auskannte, wurde er durch den Rektor zum Sportlehrer ernannt. "In den drei Jahren Tibethilfe wollen wir den Kindern etwas Schönes überlassen und ohne Zurückhaltung die fortgeschrittenen Lernmethoden und Erfahrungen aus Inlands-China in Tibet lassen. Ebenso wollen wir nachahmungswerte Sachen aus Tibet zurück nach Liaoning bringen.", so Wang Liang.

 

Autor: Liu Huan

Quelle: Chinatibetnews.cn

Übersetzt von China Tibet Online

Editor: Li Hongqing

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