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Wie die Ärztin Gu Haihui Tibet hilft

Datum: 09.02.2018,10:02:18 Quelle: China Tibet Online

Vor kurzem hat die Transfusionsärztin Gu Haihui des Changhai-Krankenhauses Shanghai als einzige Expertenvertreterin der Armee und der Transfusionsmedizin ihre Entwicklungshilfemission in Xigaze abgeschlossen und ist nach Shanghai zurückgekehrt.

"Ich bin Mitglied der Kommunistischen Partei, eine Soldatin. In der Abteilung gibt es keine bessere Wahl als mich!", so die schlaksige, nicht wortgewandte, aber ernsthafte und in der Arbeit aufgehende Ärztin. Trotz eines Bandscheibenvorfalls und einem einjährigen Kind ohne sonstigen Aufpasser machte sie sich freiwillig auf den Weg nach Tibet.

Xigaze liegt durchschnittlich auf über 4000 m, was ihr gleich nach der Ankunft schwer zu schaffen machte: Ihr Kopf schmerzte, als ob er bersten müsse, die Augen schwollen an und schmerzten, die Glieder wurden schwach. Trotzdem konnte sie sich nicht ausruhen und machte sich sofort an die Arbeit.

Der Entwicklungshilfe-Projektort, das Volkskrankenhaus Xigaze, ist gerade zum neuen Ort umgezogen und befindet sich noch im Testbetrieb ohne unabhängige Transfusionsmedizin. Die Position der Blutbank und des Cross-Match-Blutraums machten keinen Sinn und Hygienevorschriften wurden nicht eingehalten. Probleme, die dringend gelöst werden mussten.

Doch trotz mehrmaliger Unterhaltungen und Verhandlungen und der Erstellung mehrerer Pläne konnte die Transfusionsmedizin immer noch nicht auf den Standard verbessert werden. Durch Sauerstoffmangel und Sorgen wurde der Schlaf zu einem großen Problem und jeden Abend musste Gu Haihui Schlafmittel nehmen. Später übermittelte sie ein Video der Position und Anordnung der Transfusionsmedizin nach Shanghai und durch die Führung von Experten aus Shanghai konnte endlich die Anordnung auf sinnvolle Positionen erfolgen.

Das Volkskrankenhaus Xigaze hat auch die Transfusionsdaten nicht in Computern, sodass Gu Haihui primitivste statistische Methoden nutzen musste, um mit ihren tibetischen Kollegen durch Cross-Match-Bücher und Blutausgabe-Bücher zu gehen. Durch einwöchige Überstunden konnte sie das in den letzten Jahren ausgegebene Blut nach Sorte, Blutgruppe und medizinischer Abteilung zusammenfassen und statistisch analysieren, sowie als nächsten Schritt einen Plan zur klinischen Blutnutzung erstellen und Hinweise zur sinnvollen klinischen Blutnutzung geben.

Wegen dem trockenen Klima und der starken UV-Strahlung bekam Gu Haihui täglich Nasenbluten und hatte trockene Augen. Die Sauerstoffinhalation bei der Arbeit wurde zur Normalität. Noch mehr sorgte sie, dass ihr Baby während ihrer Zeit in Tibet erkrankte, sich erbrach, Durchfall hatte und weinend seine Mutter suchte. Gu Haihui konnte sich nur heimlich beim Ansehen des Videos die Tränen wegwischen.

Durch unaufhörliche Anstrengungen wurden für das Krankenhaus eine unabhängige Transfusionsmedizin, ein vollständiges Regelwerk für diese Abteilung und ein Qualitätssicherungssystem erstellt. Als erste Verantwortliche führte Gu Haihui die Kollegen der Transfusionsmedizin bei der Unterziehung von Medizin-, Pflege- und Atmosphäre-Tests, die diese reibungslos bestanden.

Nun ist ihre Entwicklungshilfearbeit zwar vorbei, aber Gu Haihui meint, dass sie das Volkskrankenhaus Xigaze als Gelegenheit nutzen möchte, um eine langfristige Hilfearbeit aufzubauen und die Transfusionsmedizin im Hochland zu fördern. "Dass ich etwas für die Tibeter tun kann, macht mich ganz stolz".

 

Autor: Chen Qiongke

Quelle: www.jfdaily.com

Übersetzt von China Tibet Online

Editor: Li Hongqing

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