Thema:
Startseite > Kommentar > Menschen

Junger Tibeter verbreitet mit seiner Kamera die tibetische Kultur

Datum: 09.05.2018,09:24:38 Quelle: China Tibet Online

Der aus dem Autonomen Bezirk Ngawa der Tibeter und Qiang in der Provinz Sichuan stammende Lixog Jigme hält sich selbst für einen „Liebhaber“ der Film- und Fernsehkultur. „Mit meinen momentanen Fähigkeiten bin ich kein professioneller Videobearbeiter und muss noch viel lernen.“ So beurteilt der 27-jährige junge Tibeter sich selbst.

„An der Uni habe ich tibetische Sprache und Literatur studiert. Während des Studiums kam ich in Kontakt mit der Fotografie. Damals habe ich einen von den Studenten des tibetologischen Institutes selbst aufgenommenen Kurzfilm mit dem Titel ‚Die Zeit vergeht‘ gesehen. Obwohl er nicht mit professionellen Filmen verglichen werden kann, hat er mich tief beeindruckt. Dann kam mir eine Idee: Ich könnte auch großartige Filme über tibetische Themen schaffen“, erzählt Lixog Jigme über sein eigenes abhängiges Bestehen mit der Fotografie.

Seitdem konzipiert Lixog Jigme immer eine Geschichte. Im dritten Studienjahr hat er schließlich mit der Gelegenheit des Programms für die Existenzgründung und Innovation der Studenten die Geschichte in Form eines Films präsentiert. Es handelt sich um Lixog Jigmes erstes Werk „Rückkehr“.

  

„Rückkehr“ handelt von dem jungen Tibeter Tashi aus einem abgelegenen Gebiet, der von der Außenwelt beeinflusst wurde und sowohl die Liebe und die Freundschaft als auch seine ursprüngliche Gutmütigkeit und Kindlichkeit verlor. Später entdeckte er zufällig einen Talisman und erkannte, dass er zurückkehren musste. Es handelt sich um eine seelische Rückkehr zur traditionellen Kultur. Deswegen ging Tashi nach Lhasa und startete seine Pilgerfahrt.

Der Stoff von „Rückkehr“ kommt aus der Realität. Mit diesem kurzen Film will Lixog Jigme sich selbst und andere Menschen ermahnen, die ursprüngliche Zielvorstellung und die Tradition nicht zu vergessen. „Obwohl es dem Film an manchen visuellen Fertigkeiten mangelt, erzählt er eine Geschichte. Dieses Thema mag ich. Falls sich in Zukunft die Gelegenheit ergäbe, würde ich diesen Film nochmal aufnehmen.“ Dies sagt Lixog Jigme über sein Erstlingswerk.

Die Fotografie ist nicht nur Lixog Jigmes Hobby, sondern auch eine Methode, durch die er die tibetische Kultur verbreitet. „Auch wenn ich keine Ausbildung in Beleuchtung, Kosmetik, Tonaufzeichnung und Videoaufnahme habe, kenne ich die tibetische Kultur gut. Dies ist mein größter Trumpf, weil der Film nur ein Träger für die Verbreitung ist. Der Grund liegt aber im kulturellen Verständnis und Bewusstsein. Ich bedanke mich besonders bei meinen Lehrern an der Uni dafür, dass sie nicht nur mit allen Kräften meine Werke unterstützt haben, sondern mir dabei geholfen haben, aus der tibetischen Kultur, in der ich lang versunken war, herauszuspringen, und diese Kultur objektiv und richtig zu verstehen und zu interpretieren.“

Nach dem Abschluss bekam Lixog Jigmes von einem Profi technische fotografische Kenntnisse beigebracht und kam auch in Kontakt mit neuen Medien. Um die Kosten für Aufnahmen zu verringern, hat sich Lixog Jigme selbst die Softwares zur Postproduktion der Filme angeeignet. Die Postproduktion aller Dokumentarfilme nach „Rückkehr“ wurde von ihm selbst gemacht. Lixog Jigme sagt: „Weil ich es mochte, habe ich manchmal bis 1 oder 2 Uhr in der Nacht gelernt. Ich bin immer tiefer in die Fotografie versunken.“

2016 nahm Lixog Jigme gemeinsam mit Zhu Yige von der Shanghai Normal University den Dokumentarfilm „Erchen Tenzin“ auf. Dieser Film erzählt die Geschichte eines gewöhnlichen jungen Tibeters, der in der Stadt seinem Traum nachjagt und sich in die städtische Zivilisation integriert. Lixog Jigme sagt: „Dieser Dokumentarfilm ist für alle tibetischen Jugendlichen, die in die Städte streben, einschließlich mich. Der Film ist realistisch. Es gibt sowohl Szenen, die die traditionelle tibetische Kultur präsentieren, als auch Szenen, die die Integration von Tradition und Moderne widerspiegeln.“

2017 wurde Lixog Jigmes Dokumentarfilm „Grandmother“ in die Auswahllisten des 3. Internationalen Filmfests in San Francisco und des 5. Chinesischen Filmfests in Vancouver aufgenommen und wurde vom nationalen bäuerlichen fotografischen Wettbewerb als „hervorragender Film“ ausgezeichnet. In diesem Jahr hat dieser Film auf Einladung an der Veranstaltung „Chinese Art Golden Horse Award goes to the USA“ teilgenommen. Lixog Jigme betrachtet diese Errungenschaften nur als Antrieb. „Ich freue mich sehr, weil es sich um Anerkennung und Förderung für mich handelt. Ich hoffe, dass ich ein Verbreiter der Kultur werden kann, und die Kultur meines Landes und meiner Nationalität weiterer verbreitet werden kann.“

 

Autor: Sun Jian

Quelle: China Tibet Online

Übersetzt von China Tibet Online

Redakteur: Li Hongqing 

Menschen

Mehr>>
Mein tibetischer Jurakurs und ich Berge, Menschen und Rinder Tibetisch-Absolventin: „Je mehr ich darüber lerne, desto mehr mag ich die tibetische Nationalität“ Zhongtai: Lebenslanger Schutz der Affen WeChat hat ein Dorf verändert
12345
  

Auch interessant