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Chinesisches und amerikanisches Go treffen sich in Lhasa

Datum: 17.05.2018,09:19:29 Quelle: China Tibet Online

Shang Tao tauscht sich mit Andy über tibetisches Go aus.

Im Mai ist in Lhasa Frühling und es regnet ab und zu. Der Amerikaner Andy läuft über die Barkhor-Straße. Der Vorsitzende der amerikanischen Go-Vereinigung hat früher in Harvard eine Go-Meisterschaft ausgerichtet. Über chinesische Kultur, besonders Go-Kultur, kennt er sich recht gut aus und er ist mit vielen Persönlichkeiten der chinesischen Go-Szene befreundet. Bei seinem diesmaligen Lhasa-Besuch wurde er von Shang Tao, Vorsitzendem der Tibet-Go-Vereinigung des Autonomen Gebiets (AG) Tibet, empfangen.

Shang Tao ist in Tibet ein mehrjähriger Go-Champion. In Lhasa hat er schon Freunde der Go-Szene aus ganz China empfangen, wie Nie Weiping und Jiang Taojiu. Nun aber empfang er zum ersten Mal einen Amerikaner, wofür er sich einen Übersetzer herholte und bei sich Zuhause Wein und Speisen für Andy vorbereitete.

Vor seiner Haustür schenkte Shang Tao Andy einen weißen Khata-Schal, worüber der sich sehr freute und anmerkte, dass das ein sehr zeremonieller Brauch sei. Nach leichtem Smalltalk setzten sich die beiden vor einen Tisch und fingen mit dem Go-Spiel an. Andy zählt in Go zum Amateur-Grad, während Lehrer Shang den stärkeren Grad 5 hat, sodass das Spiel auch schnell zu Ende ging. Aber Andy gab sich als guter Verlierer und scherzte: "Das ist für dich ein Heimspiel, da kann ich dich nicht besiegen."

Shang Tao erklärt Andy tibetisches Go.

Andy, der Stäbchen benutzen kann, erzählte, dass er gerne Speisen probieren würde, die Touristen nicht mögen, aber wo Einheimische drauf abfahren. Lehrer Shang ließ ihn traditionelle Delikatessen wie Soße aus rohem Rindfleisch und Blutwurst probieren und servierte auch Rotwein. Andy hob ausgelassen oft sein Glas, um seinen Dank auszudrücken.

Nach dem Essen hob Shang Tao den Feuerofen und erzählte Andy im Feuerschein die Regeln der zwei großen Spielvarianten für Tibet-Go: Mimang und Jiuqi, wobei er ihn auch praktisch leitete. Andy zeigte sich äußerst interessiert. Er erzählte, dass er sich gar nicht ausmalen konnte, was für Überraschende Nutzen ihm diese Reise brachte. Um Tibet-Go zu verstehen, werde er später noch mal nach Tibet kommen. An der Türschwelle lud Andy Shang Tao noch herzlich ein, an der diesjährigen Go-Meisterschaft in den Staaten teilzunehmen. Leider kann Shang Tao allerdings wegen anderer Angelegenheiten in diesem Jahr nicht teilnehmen.

Shang Tao und Andy lassen sich fotografieren.

Das antike und mysteriöse Tibet-Go zieht Go-Liebhaber aus dem In- und Ausland an und diese werden immer mehr.

 

Quelle: Chinanews.cn

Übersetzt von China Tibet Online

Redakteur: Li Hongqing 

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