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Padma Jamtse stellt seit 40 Jahren Briefe zur Gemeinde Yümai zu

Datum: 24.05.2018,10:38:26 Quelle: China Tibet Online

 

Der Briefzusteller Padma Jamtse (r.) lacht, als er erwähnt, dass er bald ins von der Regierung für ihn eingerichtete neue Haus umzieht.

Die Familie Padma Jamtse ist 1996 in die Gemeinde Yümai mit der niedrigsten Bevölkerung Chinas umgezogen. Noch heute ist der 52-jährige Padma Jamtse auf dem Posten als Briefzusteller des Kreises Yümai, den er seit fast 40 Jahren hat.

Obwohl es mittlerweile wenige Briefe gibt, pendelt Padma jede Woche unbeirrt zwischen der Kreisstadt und der Gemeinde Yümai und bringt mehr als zehn Zeitungen zurück, um die Dorfeinwohner über die Außenwelt zu informieren. Seitdem sich die Straßen bis zur Gemeinde Yümai erstrecken, braucht er nicht mehr mit seinem weißen Pferd innerhalb von drei bis fünf Tagen zu Fuß zu pendeln.

Wenn er sich an die frühere Zustellungszeit mit seinem Pferd erinnert, ist Padma Jamtse noch sehr berührt: „Ich bekam den Arbeitsplatz als Zusteller von meinem Vater im Alter von 15 Jahren und arbeite bis heute als Briefzusteller. Einmal hatte es stark geschneit und ich zog das Pferd, weil ich mit den Briefen über den Berg wandern wollte. Eine ganz plötzlich kommende Lawine hat mein Pferd augenblicklich getötet. Ich habe überlebt. Nun habe ich ein Fahrzeug. Es ist wirklich viel praktischer und sicherer.“

Während des Interviews hat der introvertierte und nicht redegewandte Padma Jamtse zweimal fröhlich gelacht. Das erste Mal über seinen Sohn, der bald in diesem Jahr das Studium abschließen wird. Das andere Mal darüber, dass er bald ins von der Regierung für ihn eingerichtete neue zweistöckige Haus mit einem Hof wie eine Villa umziehen wird.

 

Der Briefzusteller Padma Jamtse (m.) und seine Frau Naggung (l.) unterhalten sich mit einem Mitarbeiter der Stadt Lhoka (r.) über ihr heutiges glückliches Leben.

 

Naggung, die Frau von Padma Jamtse, dem Briefzusteller der Gemeinde Yümai, ordnet für ihren Mann den Postsack.

Padma Jamtses Frau Naggung sorgt sich seit Jahren immer um die Schwierigkeit und die Gefahr beim Briefzustellen ihres Mannes. Nach ihren Worten hat er eine „Sucht“ nach der Briefzustellung und wird dies immer weiter machen. Die offene und extrovertierte Naggung sagt über das glückliche Leben nach dem fertigen Aufbau der Vorbildgemeinde mit bescheidenem Wohlstand: „Ich hoffe, dass ich länger leben kann und das Leben immer besser wird!“

Der Briefzusteller Padma Jamtse hievt seinen Postsack auf seine Schulter.

Der nun von Padma Jamtse jede Woche benutzte Postsack ist bereits der dritte von ihm verwendete Postsack in den vergangenen fast 40 Jahren.

 

Autor:  Ma Yimeng

Quelle: xinhuanet.com

Übersetzt von China Tibet Online

Redakteur: Li Hongqing    

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