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Tibetischer Mittachziger überliefert Sanskrit

Datum: 06.06.2018,10:47:50 Quelle: China Tibet Online

Linwen Pema Kelzang lehrt Schülern zu Hause Sanskrit.

"Die Laute der Buchstaben in Sanskrit ähneln dem Tibetischen, die Grammatik auch. Wer gute Tibetisch-Grundlagen hat, kann auch leichter Sanskrit lernen." Der 81-jährige tibetische berühmte Sanskrit-Gelehrte Linwen Pema Kelzang sitzt auf dem Sofa des Bücherzimmers seiner Wohnung, um einem guten Dutzend Schülern, die im Schneidersitz auf dem Teppich sitzen, über die Aussprache des Sanskrit-Alphabets zu lehren, wobei er Fehler korrigiert.

Linwen Pema Kelzangs Haus liegt in der Nähe des Yamzhog-Yumtso-Sees, aber nun wohnt er in einer Rentnersiedlung nahe des Potala-Palasts. 1950 zog er mit 23 Jahren nach Lhasa, um Tibetisch zu lernen. "Fünf Jahre Tibetisch-Studium haben für mich Grundlagen zum späteren Sanskrit-Studium geschaffen." Laut seinen Erinnerungen gab es während seiner Studienzeit zwei öffentliche Schulen in Lhasa, die Sanskrit-Kurse für Mönche und Adlige anboten.

Viele tibetologische Dokumente sind durch Übersetzung von Sanskrit-Klassikern entstanden. In den 1980ern arbeitete Linwen in der Theologie-Fakultät der Akademie der Sozialwissenschaften Tibets, wo er, da er kein Sanskrit verstand, einige Forschung nur schwer im Detail durchführen konnte. Zum Beispiel das "Anatta" (Nicht-Selbst) im Buddhismus existiert zwar im Chinesischen und Tibetischen, aber zu einem klareren Verständnis muss man zurück zur Wurzel und anhand der Sanskrit-Originaldokumente erklären.

Linwen meint, dass es einen Konsens unter Tibetologen gibt, dass man als echter Gelehrte nicht um ein Sanskrit-Studium herum kommt. Am Anfang der Reform und Öffnung wurde viel über tibetische Kultur geforscht, aber niemand traute sich an die Sanskrit-Überlieferung heran. Um tibetische Kultur besser zu überliefern ließ sich Linwen 1983 vom berühmten Sanskrit-Gelehrten Jieru Cilang Rinpoche lehren. "Dies ist ein Erinnerungsfoto damals von mir und meinem Lehrer.", erklärt er und zeigt auf die Mauer. Damals lernten nur Wenige Sanskrit und der Lehrer, hoffte, es überliefern zu können.

Nach 7 Jahren durfte der Schüler Linwen 1990 erstmals unter Aufsicht seines Lehrers selbst Schüler unterrichten.

Anfangs waren es Freunde von ihm, die seine Kurse besuchten, aber später wurden die Schüler immer mehr und wer lernen wollte, wurde auch nicht abgewiesen. Vor seiner Rente lehrte er nur an Wochenenden und nun praktisch täglich. Zeit zum Ausruhen hat er nur selten. Seit den 1990ern hat er schon über 1000 Schülern Sanskrit beigebracht.

Ouzhu Tsering, Forscher im Pattra-Sutra-Institut der Tibetischen Akademie der Sozialwissenschaften, und Jiumi Tsedim, Gelehrter im Norbu Lingka zählen zu seinen Schülern. Weil sie damals von Linwen Sanskrit lernten, durften sie 2006 an der 8-jährigen tibetischen Sanskrit-Pattra-Sutra-Erhebung der chinesischen Regierung teilnehmen.

Außer dem Unterricht bei sich zu Hause geht Linwen auch oft zu Bibliotheken und Hochschulen Tibets und ab und zu zu Klöstern, um den Leuten über Sanskrit zu lehren. Im Vergleich zu vorher habe durch die Einführung der 9-jährigen Schulpflicht sich das Sanskrit-Niveau breit erhöht. Man habe bessere Grundlagen zum Erlernen der Sprache und es gebe auch mehr Sanskrit-Schüler.

 

Quelle: chinanews.com

Übersetzt von China Tibet Online

Redakteur: Li Hongqing  

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