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Tanz aus Xigazê: Jiaxie

Datum: 19.01.2017,09:51:45 Quelle:China Tibet Online

Jiaxie ist im Westen Xigazês beliebt. Seine Tanzschritte sind stabil und seine Tanzhaltungen sind rauh. Überdies hat er eine hohe Medole und flüssige Trommelschläge. In Hintertibet ist der Tanz besonders beliebt.

“Jia” bedeutet “Sieg” und “Xie” bedeutet “Lied”. Daher bedeutet “Jiaxie” “Lied des Sieges”. Es heißt, in der Geschichte habe sich eine Schlacht zur Abwahr der Invasion der Nepalesen in Tibet ereignet. Damals war in der Region Burong Hintertibets ein Aristokrat namens Burong Xini. Er hat die tibetische Armee bei der Abwehr geführt und die Heimat verteidigt. Um den Sieg zu feiern, hat man den Volkstanz Jiaxie dargeboten.

Es gibt noch eine Legende: “Jiaxie” bedeutet “Lied der Prinzessin Wencheng.” Es heißt, in der frühen Phase der tibetischen Monarchie hat Songtsen Gampo Jiaxie-Darbietungen auf einer feierlichen Zeremonie zur Begrüßung der Prinzessin Wencheng angeordnet. Dabei haben sich männliche Schauspieler als martialische Meister verkleidet und dies symbolisierte den Schutz der Prinzessin Wencheng; weibliche Schaupieler hielten “Dada” (bunte Pfeile) in den Händen und dies stand dafür, der Prinzessin  Reichtum zu bringen. Deswegen wurde Jiaxie von den Einheimischen witzigerweise als “Lied der Prinzessin Wencheng” bezeichnet.

Bei den Jiaxie-Darbietungen führen Männer und Frauen ungefähr die gleichen Bewegungen aus. Nur sind die Bewegungen der Männer etwas ausgeprägter. Dies zeigt, dass die Männer Hintertibets tapfer, lebendig und stolz sind; die Bewegungen der Frauen sind etwas dezenter und dies zeigt, dass sie schlicht und elegant sind. Der beeindruckende Rhythmus des Tanzes ist eine weitere Besonderheit.

Bei den ganzen Darbietungen ist der Oberkörper gebeugt und die Knie werden angewinkelt gehalten. Auf die Kraft und die Imposanz des Tanzes wird geachtet. Es kursiert ein Sprichwort: Langsames Tanzen ist so beeindruckend wie die Welle im Meer, schnelles Tanzen ist glühend wie der brennende Boden. Beim Stehen ist man so ernst wie ein Tiger. Beim Gehen ist man so stark wie ein Yak. Beim Springen ist man wie ein fliegender Falke. Beim Drehen ist man wie der Strudel im Fluss. Die Tanzschritte sind so kräftig wie der Donner. Wenn man den Inhalt des Sprichwortes beherrscht,  kann man auf eine natürliche Art und Weise den einzigartigen Charme des Tanzes präsentieren.

Quelle: Tageszeitung Tibet

(Editor: Daniel Yang)

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