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Tibetische Region in Ngari Sichuans: Tibetisches Handwerk bringt Reichtum

Datum: 15.03.2017,09:32:09 Quelle:China Tibet Online


Im März, wenn der Schnee im Kloster Amchok Tsenyi auf dem Hochpleatu in Westsichuan noch nicht geschmolzen ist und Wind ins Tal weht, ist es ziemlich kalt. In der Kunstgalerie “Welle des Herzens” saß der 22-jährige Narangjia zusammen mit über zehn Thangka-Schülern vor den eigenen Thangka-Werken und sie malten sorgfältig Strich für Strich.

Thangka ist eine spezielle Malform in der Kultur des tibetischen Volkes. Inhaltlich geht es darin um mehrere Bereiche wie die Geschichte, die Kultur, das gesellschaftliche Leben etc. des tibetischen Volkes. Es kann als Enzyklopädie des tibetischen Volkes bezeichnet werden.

Im Jahr 1998 hat Xiela Cuoni seine Ausbildung in der Provinz Qinghai abgeschlossen. Danach ist er zurückgekehrt. Dann hat er angefangen, Schüler aufzunehmen und eine Malschule gegründet. Der vierte Amchok-Rinpoche hat der Schule den Namen “Welle des Herzens” gegeben. Bis heute hat Xiela Cuoni schon mehr als 300 Schüler unterrichtet. Als er sich an seine ursprüngliche Ansicht zur Gründung der Malschule erinnerte, sagte er dem Reporter: “Wenn die Kinder diese Technik erlernen, erben sie nicht nur die traditionelle Kultur des tibetischen Volkes. Noch mehr geht es darum, dass sie eine Technik für ihr Leben erwerben können.

Narangjia aus der Großgemeinde Amchok im Kreis Hongyuan ist ein Nachkomme der Nomaden. Von klein auf malt er gern. In der Schule “Welle des Herzens” hat er schon über zwei Jahre gelernt. Er sagte dem Reporter: “Als Schüler der Schule muss man für Verpflegung und Unterkunft nichts bezahlen. Außerdem muss man keine Schulgebühren bezahlen. Der Lehrer Xiela Cuoni sagte, dass die tradtionelle Kultur der Tibeter weiter vererbt werden muss. Und ich bin auch dieser Meinung.” Zugleich erwartete Narangjia, dass er nach dem Abschluss der Ausbildung seiner Familie ein festes Einkommen bieten kann.

Wenn man von der Malschule aus Dutzende von Kilometern fährt,  kommt man in der Schule zur Vererbung traditioneller Schneidereitechniken Jialesang der Gemeinde Gemo an. Diese Schule wurde vom 60-jährigen Senior Jiaba im Jahr 2012 gegründet. Da er aus ärmeren Verhältnissen kommt, hat er mit 17 schon angefangen, von zwei Meistern von dort Techniken zu lernen. Erst im 28. Lebensjahr hat er seine Ausbildung abgeschlossen, wonach er angefangen hat, selbstständig tibetische Trachten zu fertigen.

Im Laufe der Entwicklung der tibetischen Trachten haben viele Meister immer wieder neue Bekleidungsaufmachungen entworfen und somit die Kleidungsmode bereichert. Dadurch sind viele unterschiedliche Fertigungsmethoden entstanden. Die tradtionellen Schneidereitechniken Jialesang sind ein Vertreter davon. Ihre Merkmale bestehen darin, dass ihre Bekleidung aus richtiger Handarbeit stammt.

Angjincuo, die dieses Jahr 19 Jahre alt geworden ist, besucht die Schule seit fünf Jahren. Ihr Vater ist längst gestorben. Nach dem Abschluss der unteren Mittelschule hat sie angefangen, vom Senior Jiaba zu lernen. Heute kann sie Zelte und tibetische Trachten fertigen. Der Traum Angjincuos ist, nach der Ausbildung eine eigene Schneiderei zu eröffnen. “So kann ich meine Mutter finanziell entlasten. Darüber hinaus kann ich andere Leute lehren, dieses Handwerk weiterzugeben.”

Im Interview hat der Reporter gesehen, dass Stätten zur Vererbung des immateriellen Erbes wie die Malschule “Welle des Herzens” und die Schule Jialesang nicht nur die Kultur pflegen, sondern  auch den Nomaden eine Technik zur Einkommenssteigerung bringen. Dies wird gerade zu einem besonderen Phänomen auf diesem schneebedeckten Hochplateau.

Quelle: www.chinanews.com

(Editor: Daniel Yang)

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