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Kunstwerk: „Feuerzeug“ im klassischen tibetischen Stil

Datum: 21.08.2017,13:22:04 Quelle:China Tibet Online

Mit Tibet assoziiert man vereiste Landschaften mit hohen Schneebergen. Das schlechte Klima, der Mangel an Lebensmitteln und die Störung der Wildtiere fordern das Leben der Menschen heraus. Unter diesen schweren Lebensbedingungen sehnt man sich nach dem Feuer, mit dem man Essen kochen, die Wildtiere vertreiben und sich wärmen kann.

Die Tibeter sind Ansiedler auf dem tibetischen Hochland. Ihre Vorfahren arbeiteten seit der Antike fleißig, vermehrten sich und lebten auf dem Dach der Welt. Schon vor Jahrtausenden bekamen sie in Qinghai und Tibet Feuer, indem sie mit Feuersteinen Metall schlugen. Die Tibeter nennen den Stein Flint, mit dem man Lebensfunken schlagen kann.

Bereits in der Tubo-Zeit verehrten und opferten die Tibeter das Feuer. Beim Verbrennen von Zypressenzweigen handelt es sich um ein sehr wichtiges Feueropfern. Dabei benutzt man Zypressenzweige, Wermutkraut und duftende Heilpflanzen. Während des Verbrennens verstreut man Mehl. Beim Pilgern zündet man Zypressenzweige an, betet und jubelt siegreich um das Feuer.

In der langsamen Entwicklung hat man dem Flint eine neue Bedeutung gegeben. Am Anfang war ein Flint nur ein sichelförmiges Ding, das aus Feuerstein, Feuerschwamm und Draht besteht. Mit der Erhöhung des materiellen Niveaus hatten die Tibeter mehr Ansprüche an das Material und das Aussehen des Flints. Normalerweise konnten nur die Adligen Maultierhaut benutzen. Man verband die Maultierhaut durch Nietbolzen mit dem Stahlflint, was Energie und übernatürliche Kräfte zeigt und sehr schön aussieht. Manche geschmackvolle Besitzer dekorierten ihren Flint mit Mustern aus Goldseide von Qilin und chinesischen Drachen, die Feuer spucken, einer schönen Schnur, einer guten Perle oder einer Jade- oder Achatware. So wurde der Flint größer und sein Hauptteil schöner. Zugleich wurden der Geschmack und die Schicht des Besitzers widergespiegelt.

 

Seit Jahrtausend tragen die Tibeter ein tibetisches Messer und einen Flint mit sich. In der heutigen Zeit, in der Streichholz und Feuerzeug populär sind, wirkt der ursprünglichste Flint sehr alt. Allerdings waren die zu den westlichen Gebieten gelieferten Streichhölzer in der Zeit mit niedriger Produktionskraft sehr teuer und wurden sehr schnell verbraucht. An Tagen mit Schnee- und Regenfall waren sie auch schwer zu benutzen. Einen Flint konnten die Tibeter aber mehrere Generationen benutzen. Außerdem dient er auch als Reichtum und Schmuck und verfügt sowohl über einen praktischen Wert als auch über einen Liebhaberwert.


Heute dient der Flint nicht mehr als Feuerzeug, sondern als Sammlerware. Er verfügt nicht nur über praktische und dekorative Werte, sondern ist auch eine Spur der Bewegung der Zivilisation und das Zeichen der Veränderung der Zeit.

(Editor:Soong)

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