Thema:
Startseite > Kultur > Artikel

Räucherstäbchenmanufaktur im alten Kloster

Datum: 04.09.2017,09:17:45 Quelle:China Tibet Online

Das Kloster Natuedeng, das über 4000 Meter über dem Meeresspiegel liegt, hat Ende Juli selbst eine Räucherstäbchenmanufaktur eröffnet, indem es selbst die Kosten finanziert hat. Danach hat es 12 Mitarbeiter aus den Dörfern in der Nähe beschäftigt.

Das Kloster ist eines der vier größten Klöster der Sakya-Schule des tibetischen Buddhismus. Das Kloster besteht seit fünf Jahrhunderten  und derzeit gibt es 33 Mönche in dem Kloster. Es heißt, in diesem Kloster würden seit mehr als 400 Jahren Räucherstäbchen gefertigt. Sie hätten ein geheimgehaltenes Rezept. Schade sei, dass die Fertigung eine Zeitlang unterbrochen worden sei.

„Seit einigen Jahren fördert die dortige Regierung das Kloster sehr und finanziell geht es dem Kloster immer besser.“ Den Mönchen ist es gelungen, das Rezept für die Räucherstäbchen wiederherzustellen; 8 behinderte Dorfbewohner und 4 arme Bewohner haben sich angeschlossen. Das Rezept und die Mitarbeiter haben gemeinsam dafür gesorgt, dass die Manufaktur eröffnet werden konnte.

Innerhalb von 19 Tagen wurden Räucherstäbchen im Wert von 170.000 Yuan (21.744 Euro) verkauft und das Nettoeinkommen beträgt 100.000 Yuan (rund 12.791 Euro). 12 Mitarbeiter haben einen Tageslohn von 130 Yuan (etwa 16,6 Euro) und ihr Monatseinkommen beläuft sich auf 3900 Yuan (rund 499 Euro). Dadurch verdienen sie jährlich nahezu 47.000 Yuan (rund 6012 Euro).

Momentan bietet das Kloster nicht nur Arbeitsplätze, sondern vermittelt auch Kenntnisse. Tashi Ciwang, der unter den Mitarbeitern die beste Ausbildung hat, beschäftigt sich einerseits mit den tibetischen Räucherstäbchen und der tibetischen Medizin, andererseits  ist er langsam mit Sutren in Kontakt gekommen.

Das Nettoeinkommen in Höhe von 100.000 Yuan (rund 12.791 Euro) ist keine kleine Summe für die Manufaktur am Anfang, jedoch hat das Verwaltungskomitee des Klosters beschlossen, die Summe nicht in den Ausbau des Klosters zu investieren.

Stattdessen wird die Summe zu drei Zwecken verwendet: 1. Kosten für die Notambulanz der Verletzten nach Verkehrsunfällen; 2. Finanzierung der Schüler aus ärmeren Verhältnissen; 3. Zuschüsse für die Familienmitglieder der Manufakturmitarbeiter oder finanzielle Nothilfe für die dortige Bevölkerung.

Die buddhistische Theorie besagt: „Alle Lebewesen sind gleichberechtigt. Wir müssen die Mitmenschen lieben wie unsere Eltern. Vor allem denjenigen, die Schwierigkeiten haben, müssen wir beibringen, wie sie mit ihren beiden Händen leben.“

Quelle: www.chinanews.com

(Editor: Daniel Yang)

Menschen

Mehr>>
Tibet: “Sonderlehrer” in Sonderschule Kindergarten am Himmel Die Wächter des Manasarovar-Sees Chinesisches und amerikanisches Go treffen sich in Lhasa Lamao Drolma: “Haushälterin” des OP-Saales
12345
  

Auch interessant